Apfelpresstage – Schüler voller Eifer Oberschule Bad Laer erhält Auszeichnung „Umweltschule“

Schnippeln, mahlen, pressen: Die Klasse 7a der Geschwister-Scholl-Oberschule hatte sichtlich Spaß bei den Apfelpresstagen. Angeleitet wurde sie von Hermann Nonte (rechts) aus Bad Laer, der die Umweltbildungsaktion ehrenamtlich mit den Schülern durchführte. Foto: Carolin HlawatschSchnippeln, mahlen, pressen: Die Klasse 7a der Geschwister-Scholl-Oberschule hatte sichtlich Spaß bei den Apfelpresstagen. Angeleitet wurde sie von Hermann Nonte (rechts) aus Bad Laer, der die Umweltbildungsaktion ehrenamtlich mit den Schülern durchführte. Foto: Carolin Hlawatsch

Bad Laer. Drei besondere Tage, nämlich die „Apfelpresstage“, sorgten nun für Abwechslung im Stundenplan der siebten Klassen der Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer.

Dass Montag bis Mittwoch ganz im Zeichen des Apfels stand liegt am Umweltbildungsschwerpunkt der Oberschule. Vor gut einem Jahr beschloss das Lehrkollegium, die Natur und deren Schutz mehr in den Fokus der Schüler zu rücken. Verschiedene Projekte wurden seitdem durchgeführt wie zum Beispiel Wolfs-Thementage am Lernstandort Noller Schlucht in Dissen, „Radeln fürs Klima“, Anlegen einer Streuobstwiese, ein Bienenschutzprojekt im Schulinnenhof, das Ersetzen von Plastik- durch Glasflaschen für die Trinkwasserspender in der Schule oder eine AG, die Elektrogeräte der Bürger repariert. 

Für ihr Engagement wurde die Geschwister-Scholl-Oberschule vor zwei Wochen von der niedersächsischen Landeschulbehörde als „Umweltschule“ ausgezeichnet. Insgesamt 90 Schulen aus der Region Weser-Ems, darunter 23 aus Stadt und Landkreis Osnabrück, wurden mit diesem Titel geehrt, für den sich die Bildungsinstitutionen nach fünf Jahren neu beweisen und bewerben müssen. „Wir möchten bis dahin am Ball bleiben und die Schüler dazu bringen, Nachhaltigkeit zu leben“, sagte Konrektor Klaus Berdelmann.

Die Umweltbildung an der Oberschule beinhalte auch die Thematik gesunde Ernährung und Erhalt der Biodiversität. „So freuten wir uns über das Angebot Hermann Nontes, der als ausgebildeter Obstbaumfachwart die Apfelpresstage ehrenamtlich mit den Schülern durchführt“, berichtet Klaus Berdelmann. Und während er erzählt huschen ein paar Schüler mit Eimern voller Äpfel an ihm vorbei in den Klassenraum. Drinnen wird geschnippelt, sortiert und gepresst was das Zeug hält. 

Nachdem sie die Äpfel draußen gesammelt hatten, stand das Vierteln und Sortieren des Obstes auf dem Programm. Hier arbeitet die Klasse 7a gewissenhaft bei den Apfelpresstagen an der Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer. Foto: Carolin Hlawatsch

„Die Schüler arbeiten gern praktisch und sind mit Feuereifer dabei“, bemerkt Klassenlehrerin Sarina Steffen erfreut. „Frau Steffen, möchten Sie ein Glas Saft probieren? Der schmeckt viel besser und frischer als der im Supermarkt“, rufen Lars (12) und Sheila (12) hinter der Apfelpresse hervor. Presse und Mühle wurden von Hermann Nonte mit in die Schule gebracht. Bevor sie zum Einsatz kamen, sammelte er mit den Jugendlichen verschiedene Apfelsorten auf Streuobstwiesen und in Gärten in Bad Laer. 

Ihm, der vor zehn Jahren hobbymäßig anfing seine Obstbäume im Garten zu veredeln und sich daraufhin immer mehr mit dem Thema alte Apfelsorten beschäftigte, liegt es am Herzen, junge Leute für die alte Obstbaumvielfalt zu begeistern, deren Erhalt zu sichern und wieder mehr Achtung vor Lebensmitteln zu schaffen. „2500 bis 3000 alte Apfelsorten gibt es. Die meisten jedoch kennen nur die zehn gängigen aus dem Supermarkt“, weiß Nonte. 

Fast 100 Liter Apfelsaft pressten die Siebtklässler aus der Maische. In der Schulküche wurde der Saft auf 84 Grad erhitzt um ihn haltbar zu machen. In Flaschen abgefüllt und mit eigenem Schullabel versehen, wird er am vierten Dezember auf dem Weihnachtsbasar der Geschwister-Scholl-Oberschule von den Schülern verkauft. Der Erlös soll der Förderung der Schule zu Gute kommen.


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