Lebhafte Diskussion bei Bourwinne in Müschen Wie sicher sind die Bahnübergänge in Bad Laer?

Mit Bildern verdeutlicht Josef Högemann von der Lappwaldbahn den Aufwand bei der Bahnstreckensanierung der Teutoburger Wald-Eisenbahn. An den Kosten für die 50 Kilometer lange Strecke von 12,5 Millionen Euro beteiligen sich auch der Bund und die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Foto: Andreas WenkMit Bildern verdeutlicht Josef Högemann von der Lappwaldbahn den Aufwand bei der Bahnstreckensanierung der Teutoburger Wald-Eisenbahn. An den Kosten für die 50 Kilometer lange Strecke von 12,5 Millionen Euro beteiligen sich auch der Bund und die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Foto: Andreas Wenk

Bad Laer. Die Bürger in Müschen sorgen sich um die Bahnübergänge der Teutoburger Wald Bahn. Das war diesmal eines der zentralen Themen der Bourwinne im Bad Laererer Ortsteil.

Im Mittelpunkt des traditionellen Treffens zwischen Ortsrat, Einwohnern und Neubürgern stand ein Referat von Josef Högemann zum Stand der Instandhaltungsarbeiten der Bahnstrecke zwischen Ibbenbüren und Gütersloh. Högemann ist Mitglied im Aktionsbündnis Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE) und für die Lappwaldbahn im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig, die 2015 die Bahntrasse übernommen hat und seit September 2016 saniert.

Das Unternehmen sehe sich als „Nischenanbieter“, betreibt Bahnlinien und ist auf den Transport von Baustoffen wie Kies spezialisiert. Nach derzeitigem Stand rechnet das Bahnunternehmen mit zunächst zwei bis drei Zügen pro Tag auf der Strecke, die für eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern ausgelegt wird. Dazu werden derzeit die maroden Holz- gegen Beton-Bahnschwellen ausgetauscht und Brücken instandgesetzt. 

Als Tobias Schulte im Hof nach der Sicherheit der Bahnübergänge fragte, entfachte dies eine rege Diskussion, zumal Högemann einräumte, dass die vorgeschriebenen Sichtachsen an den Andreaskreuzen nicht immer freigehalten werden. Schnell stand die Forderung im Raum, alle Übergänge technisch zu sichern.

Allerdings sei nicht allein Sache des Bahn-Netzanbieters, so Högemann, an den Kosten müssten sich Land und Kommune laut Eisenbahnkreuzungsgesetz mit jeweils einem Drittel beteiligen. Zumindest für Ortsbürgermeister Stephan Niebrügge (BBL) zeichnet sich da eine „Hausaufgaben für den Gemeinderat“ ab. Einige Bürger sahen das kritisch, vor allem weil die Zeit ihrer Meinung nach drängt, wenn ab dem 3. Quartal 2020 die Linie wieder befahren werden soll.

Laut Högemann steht die Lappwaldbahn mit Sitz in Sachsen-Anhalt technischen Sicherungen grundsätzlich positiv gegenüber, warnte aber vor zu hohen Erwartungen, zumal die Mittel in den Ländern dafür nicht immer bereitstünden, vor allem aber, weil die Planungen für eine Ampel- oder Schrankenlösung rund zwei Jahre benötigten.


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