Auf Tuchfühlung mit der Tiger-Python 19. Leinewebermarkt Bad Laer leidet unter Regen

Von Alexander Heim

Am Tag, als der Regen kam: Während der Nachwuchs Spaß auf dem Karussell hatte, verweilten die Großen im Regen. Foto: Alexander HeimAm Tag, als der Regen kam: Während der Nachwuchs Spaß auf dem Karussell hatte, verweilten die Großen im Regen. Foto: Alexander Heim

Bad Laer. „18 Jahre hatten wir nur Sonne“, erklärte Joseph Westing. Und erinnerte sich noch gut an die Menschenmassen, die sich im Vorjahr rund um den Thieplatz einfanden und von Bude zu Bude drängelten. „Diesmal war es ein Drittel weniger“, vermutete er am Sonntagnachmittag.

Da wurden die Regenschauer einerseits häufiger und andererseits intensiver. Als um 15.45 Uhr die Blaskapelle Bad Laer ihr Platzkonzert starten wollte, setzte auch der Platzregen gleich mit ein. 90 Minuten Programm hatten sich die Musiker um Wolfgang Hörning vorgenommen.

60 Aussteller hatten sich für die Neuauflage im Herzen des Kurortes eingefunden. Nachdem die Erntekrone aufgehängt worden war und die Trommler ihren Salut gegeben hatten, eröffneten Bürgermeister Tobias Avermann und Joseph Westing, Vorsitzender INFO Bad Laer, das bunte Treiben ganz offiziell.

„Mit etwa 30 Ausstellern sind wir damals gestartet“, blickte Westing auf die Anfänge zurück. Nun präsentierten Autohändler die neuesten Modelle, gerade mit Blick auf die E-Mobilität. Und auch Landmaschinen, so zeigte sich, können inzwischen Öko.

Ob leckere Dauerwurst aus dem Zentralmassiv in Frankreich; ob Kürbisse in aller Farbe und Form vom Ferienhof Holkenbrink; ob feinster Käse, wohlschmeckende Reibekuchen oder ein süßer Crepes - viel gab es zu entdecken beim 19. Leinewebermarkt.

Für die Jüngsten war es die Fahrt auf dem Karussell, die für Spaß und Spannung sorgte. Für die etwas älteren Kinder eine Stippvisite beim Rollenden Zoo. Alpakas und Riesenschildkröten waren das eine. Mit einer Albino-Python oder gar einer Tiger.Python auf Tuchfühlung zu gehen noch einmal etwas ganz Anderes. Dabei erwies sich zudem der Nachwuchs deutlich mutiger als die Eltern.

Die Gartenbau-Experten vom Familienbetrieb Sandfort hatten für den Sonntag nicht nur eine Wellness-Oase errichtet. Sie boten auch eine Aktion für den guten Zweck an. Denn wer mit dem Gartenbagger nach einer Ente angelte, der unterstützte zugleich die Wohngemeinschaft für Menschen mit Handicap „Mittendrin“.

Von 11 bis 18 Uhr stand alles im Zeichen der früheren Handelsroute, die auch die Leineweber auf ihrem Weg von Ostwestfalen Richtung Holland nahmen und dabei an der Legge in Laer Station machten. Nun hatten die Aussteller unterschiedlichster Couleur Station gemacht, um ein möglichst breites und vielseitiges Angebot zu präsentieren.

Das i-Tüpfelchen setzten die Laerer Geschäftsleute, die ihre Türen ebenfalls weit geöffnet hatten. Und wer sich beim Leineweber-Markt noch nicht satt gesehen hatte, der machte noch einen Ausflug ins ebenfalls geöffnete Sole Vital. aber das ist noch einmal eine ganz andere Geschichte.


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