Ökumene in Klang und Wort Begeisterndes Konzert mit dem „Chörchen“ in Bad Laer

Konzert mit dem Quartett "Das Chörchen". Foto: Rolf HabbenKonzert mit dem Quartett "Das Chörchen". Foto: Rolf Habben

Bad Laer. Ein bewegendes wie mitreißendes Konzert gab das „Chörchen“ am Dienstagabend in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche.

Das ökumenische Ensemble begeisterte mit seinem konfessionsübergreifenden Repertoire mit einer gewohnt stimmungsvollen Mischung. Die Auftritte des musikalischen Quartetts um Dorothea Keding (Sopran), Barbara Mannel (Alt), den Pfarrer der katholischen Gemeinde Maik Stenzel (Tenor) sowie de Pastor der evangelischen Gemeinde im Ruhestand Reinhard Keding (Bass) erfreuen sich über die Ortsgrenzen hinweg großer Beliebtheit. Komplettiert wurde das Konzert durch Gottfried Keding am Klavier sowie Stefan Mannel als Rezitator.

Die Liturgie des Abends reichte von ebenso schlichten wie berührenden Taizé-Liedern über Louis Lewandowski bis zu Werken aus der Feder von Johann Sebastian Bach. Taizé gilt als Symbol der ökumenischen Bewegung. Die Gemeinschaft von Taizé ist ein internationaler ökumenischer Männerorden. Der kleine Ort ist Sitz einer geistlichen Gemeinschaft, die zum Treffpunkt für Jugendliche aus der ganzen Welt wurde. Diese Veranstaltungen verstehen sich als „Zeichen der Hoffnung“ und wollen Begegnungen zwischen Nationen und Konfessionen ermöglichen. Das spiegelte schon beim Einzug des Chores als Eröffnung mit „Bei Gott bin ich geborgen“ wider, das auch den Schlussakkord des Abends setzte.

In drei Blöcken mit Lobliedern („Ich danke Gott und freue mich“), mit Bittliedern („Ich rufe dich an in der Not“) und Abendliedern („Ich liege und schlafe ganz im Frieden“) verstand es das Quartett, das Publikum, auch durch Interaktion, jederzeit mitzunehmen und einzubinden. So waren die Besucher gefragt, in einzelnen Strophen von "Großer Gott wir loben dich" oder von der Volksweise „Der Mond ist aufgegangen“, mit einzustimmen.

Mannel als Sprecher lockerte die Veranstaltung durch Textbeiträge auf, wie den Versreim „Ich will dir einen Engel schenken“ oder nachdenklich stimmende Zeilen von Hans-Dieter Hüsch „Bedenket“, die die Kalamitäten des Alltags zum Inhalt hatten: „Wollen wir sie lieben, diese Welt, ich möchte sagen, wir sollten üben.“ Nach einem gemeinsamen Gebet von Chor und Gemeinde und vom Chor in englischer Sprache gesungenes „Vater unser“, sprach der katholische Geistliche Stenzel den Segen.

Ohne Zugabe wollte das Publikum den Chor aber keineswegs entlassen, der mit „Jubelt dem Ewigen“ (Psalm 100) und lang anhaltendem Beifall ein beeindruckendes Konzert beendete.


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