35 Jahre Abenteuer im Zelt Anmeldefrist für Zeltlager der JAG Remsede läuft

Der Topf für die "Lageratze" ist natürlich wieder mit an Bord: Über 35 Jahre Zeltlager freuen sich Ortsbürgermeister Christoph Rosemann, die Organisatoren Michael Domke, Anika Wolf, Jonas Eckelkamp und Vanessa Walz sowie Initiator Dieter Albers (von links). Foto: Petra RopersDer Topf für die "Lageratze" ist natürlich wieder mit an Bord: Über 35 Jahre Zeltlager freuen sich Ortsbürgermeister Christoph Rosemann, die Organisatoren Michael Domke, Anika Wolf, Jonas Eckelkamp und Vanessa Walz sowie Initiator Dieter Albers (von links). Foto: Petra Ropers

Bad Laer. Schlafen im Zelt, Geschichten am Lagerfeuer, nächtliche „Überfälle“: Ein Hauch von Abenteuer weht alljährlich durch das Zeltlager der JAG Remsede. Derzeit laufen die Anmeldungen für die mittlerweile 35. Auflage: Vom 13. bis 20. Juli geht es nach Immenhausen.

35 Jahre fortlaufender Zeltlager-Tradition in Remsede: „Das ist eine große Leistung, die im Ort erbracht wurde“, findet Ortsbürgermeister Christoph Rosemann. Er war selbst als Jugendlicher beim allerersten Zeltlager dabei. „Damals war ich 13.“ Und die Zelte wurden gerade einmal zwei Kilometer vom Ort entfernt auf einer Wiese am Remseder Bach aufgeschlagen. Als Aktion für die Messdiener der Kirchengemeinde – damals noch ausschließlich Jungen – rief Dieter Albers mit einigen Mitstreitern das Zeltlager ins Leben.

Die Anfänge gestalteten sich rustikal: Duschen gab es nicht. Das ausschließlich kalte Wasser kam aus einem Weidefass mit eigens angeschraubten Wasserhähnen. Ein Sitzbalken zwischen zwei Bäumen, ein Loch im Boden und daneben ein Eimer mit Kalk zum „Ablöschen“ ersetzten die Sanitäranlagen. Und die Mahlzeiten kamen anfangs als „Essen auf Rädern“ von Ehefrauen und Müttern. „Es gab Nudeln mit Backobst“, erinnert sich Rosemann grinsend.

Eines der Highlights im Zeltlager war viele Jahre lang das Tauschspiel: Mit einem Ei als Tauschobjekt zogen die Jungen – und mit den ersten Messdienerinnen auch die Mädchen – los. Dann wurde hin und her getauscht, was Haushalte und Geschäfte freundlicherweise hergaben. Sogar ein lebendiges Huhn war als „Beute“ in einem Jahr dabei.

Anmeldungen bis 17. Juni

Den grünen Wimpel, der – mittlerweile auf rotem Untergrund – bis heute über dem bunten Geschehen weht, nähte Dieter Albers‘ Mutter für die Kinder und Jugendlichen. „Sie wird sich freuen zu hören, dass er noch lebt“, merkte der Zeltlager-Initiator an. Im Remseder Treffpunkt blickte er gemeinsam mit den heutigen Verantwortlichen der JAG zurück auf 35 Jahre Zeltlager. Im Jahre 1990 gründete sich die Jugendarbeitsgemeinschaft (JAG) Remsede, die unter dem Dach der Kirchengemeinde seither die Fäden der Organisation in den Händen hält.

Manches hat sich in dieser Zeit geändert. Den „Donnerbalken“ etwa gibt es längst nicht mehr, auch wenn das dazugehörige Lied noch immer beliebt ist. Andere Lagertraditionen wie der „Waschtag“ in Frei- oder Hallenbad zum Abschluss haben sich zur Freude aller erhalten. Und auch die Unterstützung aus dem Ort ist unverändert groß. Dabei kommen die jungen Teilnehmer wie auch die Gruppenleiter längst nicht mehr nur aus Remsede.

Für die Zeltlager-Neulinge aus den dritten und vierten Klassen gibt es seit einigen Jahren ein „Schnupperzeltlager“ auf dem Sportplatz am Schützenhaus. Am „großen“ Zeltlager können alle Kinder und Jugendliche teilnehmen, die im laufenden Schuljahr die dritte bis achte Klasse besuchen.

Anmeldeschluss ist Montag, 17. Juni. Die Einladung und alle nötigen Informationen finden sich auf der Internetseite der JAG unter www.jag-remsede.de.


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