Avermann setzt neue Akzente Bad Laerer feiern harmonischen Handgiftentag

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Ein gutes Signal: Zum Jahresanfang reichen sich die Bad Laerer beim Handgiftentag die Hände. Foto: David EbenerEin gutes Signal: Zum Jahresanfang reichen sich die Bad Laerer beim Handgiftentag die Hände. Foto: David Ebener

Bad Laer. Entspannt und fröhlich, so harmonisch hatte sich ein Handgiftentag in Bad Laer lange nicht mehr gezeigt. Bürgermeister Tobias Avermann gab dem Abend nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch eine neue Atmosphäre. Seine Idee, Rede und Ehrungen zu verbinden, kam gut an. "Hier ist ja eine ganz andere Stimmung", war an einem Tisch zu hören.

Ehrengäste, Kommunalpolitiker und Bürger waren in den Saal Plengemeyer zu Gesprächen, Ehrungen, einem Abendessen und dem traditionellen "Handgiften" eingeladen, "eine gute Tradition", befand Avermann. "Ich finde das nicht nur als gute Umgangsform und vor dem historischen Hintergrund einer demonstrierten Waffenfreiheit und Friedensabsicht besonders gelungen, sondern möchte kurz an die damit verbundene Absicht erinnern, eben auch im künftigen Jahr miteinander höflich, sachlich und respektvoll umgehen zu wollen."

Volles Haus: Bürgermeister Tobias Avermann hatte bei seinem ersten Handgiftentag als Bürgermeister viele Zuhörer. Foto: David Ebener


"Bewegung" in jeder Ausprägung war der rote Faden der Bürgermeister-Rede: "Sich auf den Weg machen" werde auch Bad Laer, im Bewusstsein, dass man in der Gemeinschaft meist besser ans Ziel komme und der Weg mehr Spaß mache, bemerkte Avermann.

Wir können Teilziele setzen, in Gruppen laufenTobias Avermann


Mutig auf den Weg gemacht habe sich die Gemeinde schon oft, 1975 als Kurort, 1981 als eigenständige Gemeinde: "Beides mit dem Wissen, eigenverantwortlich zu sein und zu handeln und in dem Wissen, auch die erforderlichen Ressourcen selbst erwirtschaften zu müssen" – ein Dauerlauf mit immer neuen Herausforderungen.

Was also tun, wenn kein Ende in Sicht ist, immer neue Aufgaben warten? "Wir können Teilziele setzen, in der Gruppe laufen", regte der Bürgermeister an. "Andere begeistern und mitnehmen. Vielfalt nicht als Problem sehen, sondern die Herausforderung der 'Geländegängigkeit' als etwas Buntes, etwas Attraktives annehmen und das Beste herausziehen."

Eine örtliche Gemeinschaft, die sich respektvoll auseinandersetztDer Bürgermeister


Womit der Rathaus-Chef seinen zweiten Schwerpunkt setzte: Die Vielfalt. "Eine örtliche Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt, miteinander respektvoll auseinandersetzt und möglichst alle mitnimmt, auch wenn jeder sein eigenes Lauftempo hat. Natürlich kann auch mal jemand ein Stück vorlaufen, vielleicht auch mal eine Abkürzung suchen, aber wir als Gemeinde bleiben eine Gruppe." 

Sätze, die bei den Zuhörern gut ankamen, sind viele von ihnen doch schon Dauerläufer für die gemeinsame Sache: So wie die Initiatoren des Sole-Triathlon, einem Sport-Event, bei dem "ein Schützenpräsident 300 Meter im Wasser seine Bahnen zieht, der Kolpingbruder nach absolvierter Fünf-Kilometer-Laufstrecke ins Ziel sprintet und das Sportvereinsmitglied aufs Rad steigt, um auch diese 19-Kilometer-Etappe zu nehmen", berichtete Avermann vom sechsten Sole-Triathlon. Für die Organisatoren Andrea und Werner Bäumker, Lars Gehlhaar, Britta Pfeiffer, Olaf Gehlhaar, Sigrid Trittel, Conni Geschwinde, Kristina und Klaus Jochmann, Andrea und Hermann Nonte gab es zum Dank Handtücher – für die Männer – und Blumen für die Frauen.

Menschen, die sich nicht wegduckenAvermann über die Feuerwehr


Diejenigen, die Tag und Nacht, bei glühender Hitze und Eiseskälte ausrücken, wenn andere Hilfe brauchen, unterstützen in ihrer Freizeit auch fröhliche Veranstaltungen: "Menschen, die sich nicht wegducken" nannte Avermann sie. "Die sich immer wieder trainieren, üben für den  Fall, von dem niemand weiß, ob, wann und wo er eintritt." Dafür dankte er allen Feuerwehrleuten, an diesem Abend aber vor allem dreien, die seit 25 Jahren für die Allgemeinheit aktiv sind: Bernhard Reckwerth, Jörg Schlingmann und Andreas Wellmeyer. Sie erhielten silberne Ehrenmedaillen.

Ehrungen für die, die sich nicht wegducken: Bernhard Reckwerth und Jörg Schlingmann sind seit 25 Jahren in der Feuerwehr aktiv. Foto: David Ebener


Bestes Beispiel für Avermanns Abendmotto "Bewegung und Vielfalt" sind auch die Bad Laerer Spiele ohne Grenzen (Spog). "Hier treten Alte gegen Junge, Männer gegen Frauen, Sportliche gegen Gemütliche an, und jeder hat die Chance, am Ende ganz oben auf dem Treppchen zu stehen."

Exportschlager "Spiele ohne Grenzen"

Stellvertretend für das Team wurden Peter Hülsmann und Hansi Schulte geehrt, die seit 13 Jahren dabei sind. "Wie viele Teams treten im Schnitt an", wollte Tobias  Avermann wissen. Zwölf bis 16 seien es, berichteten Hülsmann und Schulte, die es besonders freut, dass die Akteure inzwischen bis aus Warendorf kommen. Ihre gute Idee ist sogar Exportschlager: "Die Spiele ohne Grenzen gibt es jetzt auch bei den Schützenvereinen Glane und Heidland."

Beifall für die Kameraden. Foto: David Ebener


Und weil das Leben im besten Fall ein Marathon und keine Kurzstrecke ist, ist Bewegung auch im Alter wichtig: Dafür gibt es in Bad Laer die Seniorensportgruppe von Marianne Seete, die jede Woche zwei Gruppen à 25 sportbegeisterter Senioren in Schwung bringt. Ingrid Döpker ist eine von ihnen. "Halten Sie als Gruppe bitte solange durch, dass ich eines Tages dann auch noch bei Ihnen mitmachen kann", bat der 41-jährige Bürgermeister die agilen Frauen.

Auf dass wir in Bewegung bleibenAvermanns Wunsch für die Zukunft


"Es ist gut, dass wir heute mal wieder eindrucksvoll gesehen haben, dass und wie unterschiedlich sich hier etwas bewegt", betonte Avermann. Das sei Ansporn auch für die politische Gemeinde. Sie und die Gemeindeverwaltung würden hart daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für das vielfältige Engagement in den vorgestellten Projekten zu schaffen. "Auf dass wir in Bewegung bleiben und uns die Freude daran erhalten", verabschiedete Tobias Avermann die Gäste in den Abend: "Und nutzen Sie die Gelegenheit für gute Gespräche."


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