Rettungspunkte im Blomberg 18 Punkte, die in Bad Laer Leben retten können

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Laer hat zwischen Weihnachten und Silvester im Kleinen Berg Rettungspunkte ausgewiesen. Zwischen Christian Laermann von der Feuerwehr am Rettungspunkt BL 01. Foto: Feuerwehr Bad LaerDie Freiwillige Feuerwehr Bad Laer hat zwischen Weihnachten und Silvester im Kleinen Berg Rettungspunkte ausgewiesen. Zwischen Christian Laermann von der Feuerwehr am Rettungspunkt BL 01. Foto: Feuerwehr Bad Laer

wie/pm Bad Laer/Südkreis. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Polizei hat die Feuerwehr Bad Laer im „Kleinen Berg“ 18 Rettungspunkte ausgewiesen. Auch nicht ortskundige Personen können so der Rettungsleitstelle zuverlässig ihren Standort mitteilen.

Besonders in Wäldern gibt es nämlich ein Problem: Während die Standardfragen bei einer Unfallmeldung - „Was ist geschehen?“ „Gibt es Verletzte und wenn ja wie viele?“ „Welche Arten von Verletzungen?“ – sich auch im Wald schnell beantworten lassen, wird es bei dem „wo?“ oft schwierig.

Hier kommen die Rettungspunkte ins Spiel: Im Osnabrücker Land sind alle Notfall-Treffpunkte im Einsatzleitrechner der Regionalleitstelle hinterlegt und können so von Feuerwehr, Rettungsdienst oder auch Polizei ohne lange Suche angefahren werden. „Für uns als Feuerwehr ist es eine große Hilfe – wir sind dann einfach schneller da und können früher helfen“, schildert der Bad Laerer Gemeindebrandmeister Bernhard Reckwerth die Vorteile des Systems.

An 18 markanten Punkten wie Bänken oder Wegkreuzungen und entlang des Gesundheitspfades im Bad Laerer Teil des Waldgebietes „Kleiner Berg“ sind die Hinweisschilder gut sichtbar und in kleinem Abstand montiert.

Eigentlich rot umrandeten Schilder selbsterklärend: Ganz oben steht „Rettungspunkt“, dann folgt eine Buchstabenfolge und einer mehrstelligen Zahl. Und ganz unten - sicher ist sicher- ein Handysymbol mit der Rufnummer 112. Was nicht jeder weiß: Über diese Nummer wird man überall in Deutschland und in der EU kostenlos mit der zuständigen Rettungsleitstelle verbunden.

Und so geht es: Bei einem Notfall den nächsten Rettungspunkt aufsuchen und die 112 anrufen. Dort die Nummer des Rettungspunktes angeben. Die Leitstelle alarmiert die Rettungskräfte, auf die man am Rettungspunkt wartet.

Dass dieses System funktioniert, zeigen die guten Erfahrungen der Feuerwehr der Nachbargemeinde Bad Rothenfelde, welche dieses System schon 2010 auf ihrem Gemeindegebiet im „Kleinen Berg“ und „Wellengarten“ einführte. Für Wanderer, Sporttreibende und Kurgäste der Kurorte Bad Rothenfelde und Bad Laer sorgt damit ein System mit insgesamt 47 Rettungspunkten im Ernstfall für größtmögliche Orientierung der Rettungskräfte.

Ursprünglich dienten die in Landesforsten ausgewiesenen Notfall-Treffpunkte als Absicherung für Waldarbeiter, um bei Arbeitsunfällen schnell und gezielt Hilfe erhalten zu können. Rund 2000 dieser Schilder gibt es inzwischen in Niedersachsen, aufgestellt von und in den Niedersächsischen Landesforsten. (Weiterlesen: Rätselhaftes Osnabrücker Land: Rotweiße Notfall-Treffpunkte)

Aber was nutzt ein Notfall-Treffpunkt, von dem zwar die Rettungsdienste, nicht aber die Wanderer, Jogger, Mountainbiker oder Spaziergänger wissen? Wenig. Für Abhilfe sorgt die Handy-App „Landesforsten“, mit der eine Karte mit nahegelegenen Rettungspunkten aufgerufen werden kann.


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