Fünfjahresplan in Aussicht 4,4 Millionen Euro für Bad Laers kaputte Straßen

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Löcher, Risse, Flickwerk auf der Straße Am Blomberg. Foto: Stefanie AdomeitLöcher, Risse, Flickwerk auf der Straße Am Blomberg. Foto: Stefanie Adomeit

Bad Laer. 170 Kilometer Straßen gibt es auf Bad Laerer Gemeindegebiet. So nützlich die Verkehrsadern sind, so aufwendig ist ihre Erhaltung. Nun könnten über den Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 4,4 Millionen Euro in Hauptverkehrsstraßen, Wohnstraßen und Wirtschaftswege verbaut werden.

In den vergangenen Jahren war das Budget für die Straßenerhaltung knapp. Mit den bisher investierten Geldern waren nur kleinere Reparaturen und Flickarbeiten sowie wenige Meter neuer Belag möglich. Das soll jetzt anders werden, wie der Bauausschuss einstimmig empfahl.

Nicht nur am Fleethweg und am Kirchweg in Müschen muss sofort etwas getan werden. "Wir wollen eine Fünf-Jahres-Finanzplanung anschieben", erklärte Bürgermeister Tobias Avermann im Vorgriff auf den Haushaltsplan im Bauausschuss der Gemeinde. Der Betrag erhöht sich von 2019 bis 2022, 2023 wird er wieder etwas abgesenkt.  

Straßenausbaubeträge enthalten

Für 2019 sollen 535.000 Euro eingeplant werden, 2020 sollen es 790.000 Euro werden. 1,1 Millionen Euro könnten für 2021 vorgesehen werden, 1,2 Millionen für 2022 und für das Jahr 2023 805.000 Euro. Macht insgesamt 4,4 Millionen Euro. "Darin sind Straßenausbaubeträge enthalten", bemerkte Avermann, die aber seien bundesweit in der Diskussion.

Für die Ermittlung einer Prioriätenliste und ein entsprechendes Katasters hat die Gemeindeverwaltung zwei Ingenieurbüros kontaktiert und sich Angebote machen lassen. IBT in Osnabrück und IPW in Wallenhorst.

Die Verwaltung empfiehlt, das Angebot von IPW wahrzunehmen. Es umfasst die Bestandserfassung, Kategorisierung und Priorisierung. Im Einzelfall könne auch empfohlen werden, bestimmte Wirtschaftswege zu sperren. Für die Arbeit des Ingenieurbüros 40.000 Euro in den Haushalt 2019 eingestellt werden. 

Ergebnisse von 2014

Zwar habe man noch die alten Daten der Jahre 2013 und 2014, "die Geld gekostet haben". IBT war damals damit beauftragt worden, ein Straßenkataster sowie ein Straßensanierungs- und Ausbauprogramm zu erstellen. Nachdem IBT die Straßenabschnitte, die 2008/2009 mit den Zustandsklassen vier und fünf bewertet wurden, noch einmal abgefahren und näher begutachtet hatte, wurden daraus Sanierungsvorschläge abgeleitet. Die Ergebnisse wanderten in eine Datenbank. 

Doch der Zustand der Straßen hat sich seitdem weiter verändert. Wichtig war Verwaltung und Ausschussmitgliedern: "Wenn wir ein Konzept entwickeln, dann brauchen wir mittelfristig auch die Gelder für die Umsetzung." "Und wenn wir Daten haben, sollten wir diese auch veröffentlichen", forderte Jörg Grunert (BBL). Die Daten sollen in eine Excel-Tabelle gefasst werden, kündigte der Planer an. 


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