Hotelrechnungen nicht bezahlt 27-Jähriger wegen Betruges zur Haftstrafe verurteilt

Von Heiko Kluge

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Amtsgericht Bad Iburg Foto: Michael SchwagerAmtsgericht Bad Iburg Foto: Michael Schwager

Bad Laer. Weil er in drei Hotels in Bad Laer abstieg und die Rechnungen nicht zahlte, verurteilte das Amtsgericht Bad Iburg einen jungen Mann zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe.

Zwischen zwei und sechs Tagen hatte sich der heute 27-Jährige im vergangenen Mai in drei verschiedenen Hotels in Bad Laer einquartiert und die fälligen Rechnungen nicht bezahlt, so die Anklage. Dem Mann sei dabei aber von Anfang an klar gewesen, dass er die Übernachtungen und auch das in den Hotelrestaurants verzehrte essen nicht bezahlen konnte. 

"Ich stand unter Drogen ..."

Insgesamt blieben die Hotelbetreiber auf einem Betrag von knapp 595 Euro sitzen. „Ich habe die Taten begangen. Ich stand unter Drogen aber ich wusste, was ich tat“, sagte der 27-Jährige, der zur Zeit bereits eine Haftstrafe wegen anderer Delikte verbüßt. 

Hauptsache in der Nähe der Freundin

Vor den Straftaten habe er bei seiner Freundin in Bad Laer gewohnt, bis deren Vermieterin ihm ein Haus- und Geländeverbot erteilt habe. Da er ohne finanzielle Mittel gewesen sei, habe er zunächst kurzfristig in einer Obdachlosenunterkunft gefunden. Da er aber partout in der Nähe seiner Freundin in Bad Laer habe bleiben wollen, habe er sich anschließend in den Hotels eingemietet. 

Unter Bewährung

Immer wieder sei der Angeklagte wegen Vermögensdelikten mit dem Gesetzt in Konflikt gekommen, meinte die Staatsanwältin mit Blick auf die neuen Eintragungen im Strafregister des 27-Jährigen. Während der jüngsten Straftaten „standen sie unter zweifacher laufender Bewährung. Das haben sie offensichtlich nicht ernst genommen.“ 

Dreifacher Betrug

Die Quittung bekam der junge Mann mit einer Verurteilung wegen dreifachen Betruges zu einer sechsmonatigen Haftstrafe. Damit entsprach das Gericht dem Antrag der Staatsanwältin. „Es gab nicht viel zu bestreiten“, resümierte der Richter. „Sie haben mit offenen Visier gehandelt und sich in den Hotels mit den eigenen Personalien angemeldet.“ Der Angeklagte habe von vornherein gewusst, dass er die Rechnungen nicht würde zahlen können, war auch der Richter überzeugt.


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