Nach langem Prozess auf der Zielgeraden Finales Baugrundstück für Bad Laerer Kindertagesstätte St. Marien

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Hier soll in naher Zukunft mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte St. Marien begonnen werden. Foto: Marius PaulHier soll in naher Zukunft mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte St. Marien begonnen werden. Foto: Marius Paul

Bad Laer. Über viele Monate wurde im Rat diskutiert, verhandelt und nach Lösungen gesucht. Am Donnerstagabend hat der Bad Laerer Rat nun eine Entscheidung getroffen. Im Bereich der Kreuzung Prozessionsweg und Kurgartenallee soll in naher Zukunft mit dem Bau einer neuen Kindertagesstätte begonnen werden.

Es geht um die Kindertagesstätte St. Marien, die derzeit in zwei separat angemieteten Immobilien untergebracht ist. Während die Verlängerung des Mietvertrages im Falle der dazugehörigen Krippe am Kirchplatz bis maximal Frühjahr 2019 denkbar ist, wird über eine Weiterführung der Regelgruppen an der Müschener Straße bis Juli 2020 verhandelt. Eine Bedarfsanalyse zur Betreuungssituation in Bad Laer habe die weitere Notwendigkeit der Einrichtung St. Marien festgestellt, heißt es von Seiten der Gemeinde.

„Vor allem die derzeitige Situation und die hohe Nachfrage im Bereich der U3-Betreuung machen den Neubau einer Kindertagesstätte erforderlich“, verdeutlichte Bürgermeister Tobias Avermann die Dinglichkeit der Thematik. Es sei ein langer Weg gewesen, bei dem unterschiedliche Optionen zur Wahl gestanden hätten.

6100 Quadratmeter

Nach Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile sei man in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde zu dem Entschluss gekommen, dass das etwa 6100 Quadratmeter große Grundstück an der Ecke Prozessionsweg/Kurgartenallee die besten Voraussetzungen biete, so Avermann weiter. 

Neben diesem Standort war bis zuletzt ein Grundstück an der Elisabethstraße im Fokus der Debatte und dieser Vorschlag fand auch im Rat einzelne Befürworter. „Für mich ist die Option Elisabethstraße weiterhin ideal. Im Bad Laerer Süden fehlt uns nach wie vor eine Kindertagesstätte, weshalb ein dortiger Neubau für das Einzugsgebiet absolut von Vorteil wäre", plädierte Hubert Kaumkötter (BBL). "Außerdem könnte man dann die Fläche am Prozessionsweg als Baugrundstücke nutzen.“ Laut Avermann spricht allerdings insbesondere die zu erwartende Verkehrslage gegen die Elisabethstraße. „Wenn die Eltern am Morgen ihre Kinder zur Tagesstätte bringen, können dort aufgrund des Fahrzeugaufkommens erhebliche Schwierigkeiten auftreten. Diese Probleme wird es an der Kreuzung Prozessionsweg/Kurgartenallee in einer solchen Form nicht geben.“

Zwei weitere Standorte diskutiert

In den jeweiligen Gremien und Ausschüssen wurden außerdem ein Grundstück im Bereich Südstraße/Thieplatz sowie weitere Flächen am Blomberg als mögliche Standorte diskutiert. Während sich ersteres im Rahmen der planerischen Ausrichtung einer möglichen fünfzügigen Kindertagesstätte als zu klein erwies, sprachen die bereits vorhandenen Einrichtungen am Blomberg gegen einen dortigen Neubau.

Die Gemeinde Bad Laer besitzt für die Fläche am Prozessionsweg ein befristetes Kaufangebot seitens des derzeitigen Eigentümers bis zum 5. Januar 2019. Bis zu diesem Zeitpunkt muss das Angebot entweder von der Gemeinde selbst, oder einem von der Gemeinde benannten Dritten, in diesem Fall der Kirchengemeinde Bad Laer, angenommen worden sein.

Der in der Folge eingebrachte Beschlussvorschlag wurde vom Rat bei lediglich einer Gegenstimme von Hubert Kaumkötter angenommen.


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