Unterspülte Flächen bergen Gefahr Heideseen Bad Laer: Umweltaktion am Samstag fällt aus

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Besucher hinterlassen viel Müll an den Heideseen. In diesem Jahr fällt die Aufräumaktion aus. Foto: Stefanie AdomeitBesucher hinterlassen viel Müll an den Heideseen. In diesem Jahr fällt die Aufräumaktion aus. Foto: Stefanie Adomeit

Bad Laer. Seit 40 Jahren räumt die Gruppe Teutoburger Wald der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung (NWA) an den Bad Laerer Heideseen auf, rund 150 Freiwillige sind regelmäßig dabei. Dieses Jahr fällt die Umweltaktion erstmals aus, die für Samstag, 13. Oktober, angesetzt war.

Der Grund: Seit Oktober ist das Gebiet großflächig gesperrt, laut einem Gutachten, das dem Landkreis Osnabrück vorliegt, wegen akuter Einsturzgefahr. Das Gutachten besagt, dass zahlreiche Flächen an den Heideseen unterspült sind. Die NWA ist Pächterin des Gebiets, und deren Sprecher Frank Tietz bestätigt: "Wir haben ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben. Teilbereiche sind zwar begehbar, aber um die entsprechend zu kennzeichnen, wäre eine umfassende Beschilderung nötig, und der Aufwand dafür wäre zu groß." Darum müsse man vorläufig mit der Sperrung leben, bis zur Sicherung der unterspülten Flächen. Wie lange das aber dauert, das sei noch nicht absehbar. 

Sieben Kubikmeter Müll

Dass die NWA ihre Umweltaktion nicht wie gehabt durchführen kann, liegt konkret am versicherungstechnischen Risiko. Frank Tietz wäre haftbar, würden unter seiner Leitung Freiwillige auf gesperrten Flächen zu Schaden kommen. "Mich als Schirmherrn der Umweltaktion könnte es schwer treffen, sollte während dieser Aktion jemandem etwas passieren. Daher haben wir uns dazu entschlossen, zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Umweltaktion durchzuführen." Allerdings werden sich am Samstag dennoch einige Helfer an den Heideseen einfinden, um aufzuräumen. Die haben sich bereit erklärt, auf eigene Gefahr tätig zu werden. Ob und wann die Umweltaktion im gewohnten Umfang nachgeholt werden kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Zu wünschen wäre es: geschätzte sieben Kubikmeter Müll sammelten die Helfer etwa 2017, was schon eine deutliche Verbesserung darstellte. In der Vergangenheit war es auch schon das Vierfache gewesen. 


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