Antrommeln zum Markttreiben Leinewebermarkt lockt mit breitem Angebot

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Trommler aus allen Ortsteilen läuteten rhythmisch den Leinewebermarkt  im Herzen von Bad Laer ein. Foto: Petra RopersTrommler aus allen Ortsteilen läuteten rhythmisch den Leinewebermarkt im Herzen von Bad Laer ein. Foto: Petra Ropers

Bad Laer. Alte Handelstraditionen lebten in Bad Laer wieder auf: Der Leinewebermarkt lockte viele Besucher in den Ortskern.

Gleichmäßige Trommelschläge riefen am Sonntagvormittag  Bürger und Besucher auf den Thieplatz: Das traditionelle „Antrommeln“ eröffnete den Leinewebermarkt im Herzen Bad Laers. Aus allen Ortsteilen marschierten die Burwinne-Trommler im Ort ein. In ihrem Kreis durfte neben zum Teil historischem Schlagwerk auch die Westerwieder Teufelsgeige nicht fehlen. Mit einem geschmückten Erntedank-Wagen sorgten die Trommler aus Remsede für einen Blickfang und warben zugleich für die anstehende Kirmes in ihrem Ort.


Einen Blickfang bot der Bad Laerer Hermann Stricker: Er verwandelte einen Stammabschnitt mit der Motorsäge in eine Eule. Foto: Petra Ropers


Um ihre rhythmische Tradition braucht den Burwinne-Trommlern übrigens nicht bange zu sein. Denn in Müschen ist bereits der Nachwuchs am Start. Zum ersten Mal übernahm der 15-jährige Niklas Zuckschwerdt Trommel und Verantwortung. Ortsbürgermeister Stephan Niebrügge gab ihm eine humorvolle Warnung mit auf den Weg: „Das musst du jetzt mindestens 75 Jahre lang machen.“ Das Aufziehen der Erntekrone am Konzertpavillon durch die örtliche Landjugend gab schließlich auch optisch das Startsignal fürs Markttreiben. Und das zog sich, organisiert von der Info-Werbegemeinschaft, vom Thieplatz quer durch den Ort bis in den Kurpark.

Tiere und Technik

Dort haben seit jeher die vielen Flohmarktstände ihren Platz, die erneut zum entspannten Bummeln und Feilschen einluden. Rund um den Thieplatz lockte ein breites Angebot von Tieren über Technik bis zu alter Handwerkskunst. Einen besonderen Blickfang bot der Bad Laerer Hermann Stricker. Von zahlreichen Schaulustigen umringt, entlockte er mit der Motorsäge einem Baumstamm-Abschnitt die Konturen einer Eule. „Fichte, Pappel und Weide eignen sich am besten“, verriet der Künstler.


Immer wieder ein Anziehungspunkt auf dem Leinewebermarkt ist der Flohmarkt. Foto: Petra Ropers


Adler, Wildschwein oder dekorative Pilze: Im Holz schlummert so manches Kunstwerk, das nur darauf wartet, freigelegt zu werden. Nicht der Kunst, sondern der Küche widmeten sich die Bad Laerer Landfrauen gemeinsam mit dem St. Antoniushaus. Rund 50 Kilo Kartoffeln, dazu Möhren, Zwiebeln, Eier und geheime Zutaten verwandelten sie in leckere Reibekuchen, die schon zum Marktauftakt reißenden Absatz fanden. Ohnehin brauchte auf dem Leinewebermarkt niemand hungrig zu bleiben. Und nicht nur die kleinen Genießer ließen sich die Waffeln zugunsten der Lepra- und Tuberkulosehilfe schmecken.

Mützen für die kalte Jahreszeit

Autos und Aufsitzmäher, herbstliche Dekorationen, warme Mützen für die kalte Jahreszeit, handgefertigte Krippen für das gar nicht mehr so ferne Fest und dazu ein breites Angebot in den örtlichen Geschäften: Die Auswahl auf dem Leinewebermarkt war groß. Und bei strahlender Herbstsonne lockte das bunte Treiben von der ersten Stunde an die Besucher in Scharen von beiden Seiten der Landesgrenze in den Ort. Ohnehin scheint der Leinewebermarkt seit 18 Jahren das gute Wetter für sich gepachtet zu haben.

Da wundert es nicht, dass sich Remsedes Ortsbürgermeister Christoph Rosemann von Organisator Josef Westing einen sonnigen Geheimtipp erhoffte. Immerhin ist in Remsede am kommenden Wochenende Kirmes angesagt.


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