Bio oder konventionell? Landjugend Bad Laer probt plattdeutsches Theaterstück

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Die letzten Vorbereitung laufen für die Premiere des plattdeutschen Theaterstücks "Blos Zoff mit dem Stoff". Am Samstag, 6. Oktober, feiern die Mitglieder der KLJB Bad Laer Premiere. Foto: Horst TroizaDie letzten Vorbereitung laufen für die Premiere des plattdeutschen Theaterstücks "Blos Zoff mit dem Stoff". Am Samstag, 6. Oktober, feiern die Mitglieder der KLJB Bad Laer Premiere. Foto: Horst Troiza

Bad Laer. Seit Jahren prallen bei landwirtschaftlichen Erzeugern Weltanschauungen aufeinander. Die große Frage ist: Bio oder konventionell. Dieses Thema greift die KLJB Bad Laer in ihrem neuen plattdeutschen Theaterstück „Blos Zoff mit dem Stoff“ auf, erweitert um eine Variante illegalen Inhalts. Gegenwärtig wird geprobt, die Premiere am 6. Oktober im Saal Plengemeyer ist schon ausverkauft.

Unterschiedliche Weltanschauungen gibt es auch bei den Proben, hier liegen sie allerdings bei den unterschiedlichen Geschlechtern. Die Fraktion der Männer hat unter Einsatz aller handwerklichen Fähigkeiten den Hintergrund der Bühne mit Stoffbahnen ausgeschlagen, die Mond und Sterne auf dunkelblauem Grund zeigen. Stolz präsentieren sie ihre Version des Bühnenbildes den weiblichen Mitspielerinnen, die sich währenddessen zum Pressegespräch an einen Tisch gesetzt hatten.

Lange Gesichter

„Geht ja wohl gar nicht“, lautet die Reaktion der Frauenabteilung. „Mensch, die Bahnen gehören doch an die Decke“. Lange Gesichter bei den Männern, doch schon kommt ein vermittelnder Vorschlag von der Gegenseite. „Wir sollten überhaupt noch einmal darüber nachdenken, ob wir das so in dieser Weise machen“. Alle nicken, mit Diplomatie kommt man eben meist weiter.

Im Theaterstück „Blos Zoff mit dem Stoff“ von Bernd Gombold, Marita Coels und Holger Intemann geht es aber alles andere als diplomatisch zu. Da stehen sich auf der einen Seite die Eheleute Kohlkopf, einfache und robuste Gemüsebauern, und auf der anderen ihre Nachbarin Maja Müslein, die auf den ökologischen Landbau schwört, unversöhnlich gegenüber. Täglich gibt es Zoff, weil beide Parteien es mit taktierenden Kunden zu tun haben, die mal bei den einen, dann bei den anderen kaufen. Um nicht aus dem Geschäft gedrängt zu werden, machen die Erzeuger permanent die Produkte der anderen schlecht.

Wundermittel

Allein diese Story würde schon für einen unterhaltsamen Abend für das Publikum reichen. Doch das Drehbuch setzt noch einen drauf, denn zusätzlich kommt noch ein „Wundermittel“ ins Spiel, das angeblich Potenzprobleme bereinigt und überhaupt auch ganz toll für die Gesundheit ist. Franz Kohlkopf bringt die Pflanzen auf sein Feld, im festen Glauben, dass dies im Auftrag eines Pharmakonzerns geschieht und es in seiner Kasse ordentlich klingeln lassen wird.

„Das ist ein Stück, bei dem die Zuschauer ihre Freude haben“, verspricht Anne Vedder, die in die Rolle der Erika Kohlkopf schlüpft. Ihr schauspielerisches Gegenüber, Katharina Glosemeyer in der Rolle der Maja Müslein, berichtet von erfolgreichen Aufführungen anderer Theatergruppen. „Das Stück ist an der Mosel aufgeführt worden, wo ein Verwandter von uns mitspielte. Der hat uns dazu geraten, es auf die Bühne zu bringen. Auch eine Landjugend im Emsland hat es schon gespielt“.

Kuchenbuffet

Die Premiere am 6. Oktober, eingebettet in das Erntedankfest, ist schon ausverkauft.  Eine weitere Aufführung beginnt am 7. Oktober um 15 Uhr mit einem Kuchenbuffet. Karten sind für 10 Euro im Vorverkauf und für 12 an der Tageskasse erhältlich. Gespielt wird auch noch am 12. und am 14. Oktober, Beginn jeweils um 19 Uhr. Dann beträgt der Eintritt 6 Euro im Vorverkauf, 8 Euro an der Abendkasse.


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