Spannender Wahlsonntag Bad Laer wählt Tobias Avermann

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Bad Laer. 52 Prozent der Bad Laerer Wahlberechtigten haben gewählt: Es wurde ein spannender Sonntag. Bei der Auszählung kristallisierte sich schließlich eine Mehrheit für Tobias Avermann heraus. 57,77 Prozent der gültigen Stimmen konnte er auf sich vereinen. Offiziell bestätigt wird das Ergebnis erst durch den Wahlausschuss am Montag.

Auch wenn es erst so aussah, als wenn alles ganz anders kommen würde: Denn die Wahlhelfer hatten in Winkelsetten die 134 abgegebenen Stimmen am schnellsten ausgezählt. Gegen halb sieben hatte dort Rainer Recker die Nase knapp vorne: 51,54 Prozent stimmten in dem Ortsteil für den Einzelwahlvorschlag. 48,46 Prozent für den vom Rat vorgeschlagenen und favorisierten Tobias Avermann. In den anderen Wahlbezirken setzte sich dieser Trend dann allerdings nicht fort. Auch im Wahlbezirk Bad Laer II nicht, in dem Recker wohnt. Dort wurden bei 1447 Wahlberechtigten 476 gültige Stimmen abgegeben. Davon 57,35 Prozent für Tobias Avermann und 42,65 Prozent für den Gegenkandidat. In den anderen Wahlbezirken war die Tendenz ähnlich, und schließlich fiel auch das Ergebnis deutlich und trotzdem verhältnismäßig knapp aus: 57,77 Prozent der 3836 gültigen Stimmen waren für den vom Rat vorgeschlagenen Kandidaten, 42,23 Prozent für den Unabhängigen.

Solides Ergebnis für beide Kandidaten

Ein „solides Ergebnis“, wie ein erleichterter Tobias Avermann während der Wahlparty im Rathaus sagt: „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich sehr auf die neue Aufgabe und eine gute Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern, dem Rat und der Verwaltung.“

Ungleiches Rennen

Entsprechend enttäuscht ist Rainer Recker: „Es ist schade, aber wir haben ein gutes Ergebnis erzielt.“ Bemerkenswert auch deshalb, weil es ein ungleiches Rennen zwischen den beiden Kandidaten war, die als parteilose Einzelbewerber antraten. Denn während Tobias Avermann auf die Unterstützung des Rates zählen konnte, ist Rainer Recker ein politisch noch unbeschriebenes Blatt. „Wir sind erleichtert von dem nun doch klaren Vorsprung“, sagte Johannes Eichholz (CDU). Uwe Frerig (BBL) stimmt ihm zu: „Wir von der BBL sind sehr zuversichtlich in die Bürgermeisterwahl gegangen, weil wir einen kompetenten und erfahrenen Kandidaten unterstützen konnten, der genau das ist, was Bad Laer gerade braucht“. Johannes Mönter (SPD) positioniert sich sehr viel deutlicher: „Am Ende des Tages hat die Vernunft über den Populismus gesiegt“. Er spielt damit auch auf die Kritik Rainer Reckers an, der während des Wahlkampfs Bad Laers Politik mangelnde Transparenz vorwarf. Daraufhin hatten 18 Ratsmitglieder einen Flyer verfasst, in dem sie nicht nur auf die positiven Eigenschaften Avermanns eingingen. Sie schrieben auch, welche Voraussetzungen ein Bürgermeister mitbringen müsse. Rainer Recker brächte diese nicht mit.

Bürger sind gespalten

Alois Diekamp (FDP) sieht bei aller Freude aber auch mit Besorgnis auf das Wahlergebnis: „Die Bürger sind gespalten, unsere Aufgabe wird es nun sein, alle wieder zusammenzuführen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen“. Gelingen soll dies auch durch eine nun sachlich geführte Diskussion über Themen, die in Bad Laer auf eine Lösung drängen: „Mein Hauptziel ist es schnell zur Sache zu kommen und wichtige Projekte anzuschieben“, so Tobias Avermann. Die Unterstützung der Fraktionen hat er – zumindest im Augenblick.

Weiterlesen: Wer ist Tobias Avermann?


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