Ausschuss rechnet mit 30 Bauplätzen Neues Baugebiet für Bad Laer

Von Andreas Wenk

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Laer Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Bad Laerer Ortskern aus der Luft Foto: Gert WestdörpDer Bad Laerer Ortskern aus der Luft Foto: Gert Westdörp

Bad Laer. Für Bauwillige kommt eine gute Nachricht aus Bad Laer. Im Bereich „Nördlich Westerwieder Weg“ entsteht ein neues Baugebiet. Das wurde jetzt im Ausschuss Planen und Feuerwehr der Gemeinde bekannt.

Wie Fachbereichsleiter Stefan Pelz erklärte, stehen dort zunächst zwei Hektar (ha) zur Verfügung. Geplant sei, weitere Flächen einzubeziehen. Nach derzeitigem Stand könne mit rund 30 Bauplätzen gerechnet werden. Zwar gebe es bereits eine Liste mit Bauinteressenten, dennoch könnten sich weitere potenzielle Bauherren bei der Gemeinde melden, so Bau Pelz. Mehr aus Bad Laer

Südlich Bahnhof

Bewegung kommt auch in den Bereich des Bebauungsplans 355 „Ortskern südlich Bahnhof“. Dort hat ein Investor angeboten, die Mehrkosten für einen separaten Bebauungsplan zu übernehmen, um dort auf einem Teil des Areals Wohngebäude errichten zu können. Das Gebiet umfasst rund ein Viertel des bestehenden Planungsbereichs und ist bislang nicht bebaut. Hintergrund sind zu erwartende, langwierige Abstimmungsprozesse mit Bestandseigentümern der übrigen Flächen. Einstimmig schlossen sich die Ausschussmitglieder dem Vorschlag an, den Bebauungsplan 355 entsprechend zu modifizieren und das Vorhaben des Investors durch einen separaten Bebauungsplan zu beschleunigen.

Unter die „Sanierung Historischer Ortskern mit Kirchhofburg“ hat der Ausschuss, wie dessen Vorsitzender Johannes Eichholz sagte, einen „Schlusspunkt“ gesetzt, dem der Rat noch zustimmen muss. Er beschloss die Aufhebung der Sanierungssatzung, mit der das Projekt gestartet war. An den Gesamtkosten von knapp 2,9 Millionen Euro hatte sich der Bund mit einer halben Million Euro beteiligt. Die Kommune trägt rund zwei Millionen Euro und die Anlieger-Eigentümer werden daran mit rund 400.000 Euro beteiligt. Der Berechnung liegt das sogenannte „Niedersachsenmodell“ zugrunde. Das ermittelt, in welchem Maße die Grundstücke und damit ihre Eigentümer von der Sanierung profitiert haben. In etwas mehr als 30 Fällen kam es bereits zu einer Einigung mit der Gemeinde. 170.000 Euro stehen noch aus. Die Aufhebung der Sanierungssatzung ist die Grundlage dafür, dass die Verwaltung dafür demnächst Bescheide erlassen kann. Erfreulich für die Grundstückseigentümer: Sanierungsvermerke in den Grundbüchern, die mit Einschränkungen hinsichtlich Verfügbarkeit verbunden sind, werden nach dem formellen Abschluss der Sanierung gelöscht.

„Es hat sich gelohnt“

Zufrieden stellte Eichholz schließlich fest: „Es hat sich gelohnt.“ Das Verfahren hatte sich auf den Zeitraum von 2008 bis 2016 erstreckt. Hauptziele waren eine Belebung des Ortskerns, die Steigerung der Aufenthaltsqualität, Kampf gegen Leerstände und eine entspanntere und gleichberechtigte Verkehrssituation für Fußgänger und Rollstuhlfahrer wie für Rad und Autofahrer.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN