Minimum acht Monate Bauzeit Nach Feuer: Wie geht es in Beckers Mühle in Bad Laer weiter?

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Bad Laer. Vor einem Monat hat es in Beckers Mühle in Bad Laer gebrannt. Nun ist sicher: Acht Monate werden die Bauarbeiten mindestens dauern. Das Gebäude wird dabei in seinen Rohzustand zurückversetzt. Doch Not macht erfinderisch: Das Fachwerkhaus soll auch modernisiert werden.

Von Außen sieht Beckers Mühle noch relativ intakt aus: Man muss schon näher herangehen, um das wahre Ausmaß des Brandes zu erkennen. Bei der Baustellenbesichtigung schicken vor allem die Innenräume schon mal einen Duftboten voraus. Denn der Geruch von verbranntem Holz und vor allem verbranntem Kunststoff ist unverkennbar. Von innen ist schließlich unübersehbar, wie sehr das Feuer vor genau einem Monat gewütet haben muss: Von der Theke und in weiten Teilen des Innenraumes sind nur noch verkohlte Reste vorhanden, auch unter dem Dach sind Spuren des Feuers deutlich sichtbar, denn es loderte bis über das Dach hinaus und konnte nur mit den vereinten Kräften der Feuerwehren Bad Laer und Bad Rothenfelde gelöscht werden.

Ursache war technischer Defekt

„Den ersten Schock haben wir verdaut“, berichtet Pächter Frank Murawski. Er hat übergangsweise eine andere Arbeit angenommen. Möchte aber, wenn alles wie geplant läuft, das Restaurant wieder öffnen. Denn die Zwangspause ist ärgerlich. Ein Jahr führte er das Restaurant. Als sich alles eingespielt hatte, kam das Feuer. Ermittlungen der Polizeiinspektion Osnabrück ergaben nun, dass wohl ein technischer Defekt im Stromverteiler Brandursache gewesen sei. Über die Versicherung wurde nun ein Generalunternehmen engagiert. Vereinzelt greife der Heimat- und Mühlenverein als Eigentümer auch auf Bad Laerer Unternehmen zurück.

„Es ist ein Rückbau zum Rohbau“, berichtet Theo Jugas, Vorsitzender des Heimat- und Mühlenvereins, schließlich, der im Wechsel mit dem Pächter und anderen Vorstandsmitgliedern meist mehrmals täglich da ist, um Fragen zu beantworten, Unterschriften zu setzen, ad hoc Entscheidungen zu fällen. Denn alles muss auf seine Brauchbarkeit überprüft werden und in den meisten Fällen: raus. Von den Isolierungen über die Elektrik, auch die Lüftungsanlage wird voraussichtlich erneuert. Betroffen ist zudem der hintere Bereich, das WC und die Küche. Dort macht der Löschschaum Probleme, denn der ist überall. Daher müssen auch die Böden raus. Ein Entfeuchter alleine würde die Probleme nicht lösen. Denn es ist auch der beißende Geruch, dem die Verantwortlichen zu Leibe rücken wollen, der sich überall absetzt. „Wir müssen verhindern, dass es riecht, sobald wir im Winter die Heizung andrehen.“

Moderner Ausbau

Die beängstigende Situation, dazu die ärgerliche Zwangspause des Restaurants zur falschen Zeit: Den vergangenen Monat hat sich Theo Jugas anders vorgestellt. Doch er wirkt gelassen: „Es ist aufwendig, aber wir sind gut versichert, der Verein hat keine Geldsorgen“, berichtet er von der Situation, aus der sie nun das beste machen müssen. „Wenn wir alles wieder neu machen, können wir hier auch viel verbessern“, so Lugas. Standort und Größe der Theke sowie Laufwege des Personals – zum Beispiel. Doch auch ein Ausbau des Daches ziehen die Verantwortlichen in Erwägung, so dass die Fläche in Zukunft für Restaurantgäste genutzt werden können. Kombiniert würde das Fachwerk dann mit ganz modernen Elementen. Neben Gesprächen mit Planern und Architekten werden derzeit auch Finanzierungsmöglichkeiten erörtert.


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