Grundschule am Salzbach Grundschüler laufen in Bad Laer für FSJ-Stelle

Von Alexander Heim

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Runde um Runde für den guten Zweck: Auch die Zweit- und Drittklässler der Grundschule am Salzbach legten sich am Mittwochvormittag mächtig ins Zeug - trotz zwischenzeitlichen Regens. Foto: Alexander HeimRunde um Runde für den guten Zweck: Auch die Zweit- und Drittklässler der Grundschule am Salzbach legten sich am Mittwochvormittag mächtig ins Zeug - trotz zwischenzeitlichen Regens. Foto: Alexander Heim

alhe Bad Laer. In Bad Laer pflegen Grundschule und evangelische Jugendarbeit eine enge Kooperation. Dies bildet sich auch ganz praktisch in Gestalt eines jungen Menschen ab, der oder die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet und die Arbeitszeit dafür jeweils anteilig in Grundschule und Gemeinde verbringt. Um diese Stelle weiterhin finanzieren zu können, legten sich die Schüler jetzt im Rahmen ihres Spiel- und Sportfestes mächtig ins Zeug.

Und es war eine überaus gelungene Premiere, zu der die 350 Mädchen und Jungen samt ihrer Lehrer da den Sportplatz in Beschlag nahmen. Bereits vor dem eigentlichen Großereignis waren sie auf die Suche nach Sponsoren gegangen, die versprachen, jede erlaufene Runde entsprechend zu vergüten. Und Runden kamen so einige zusammen.

Aufgeteilt in zwei Großgruppen - die Klassen 1 mit ihren Paten aus dem vierten Jahrgang sowie die Klassen 2 und 3 - stand nun der Vormittag ganz im Zeichen der guten Sache und dafür einmal nicht Rechnen, Deutsch und Sachkunde auf dem Stundenplan. Dass sich die Mädchen und Jungen dermaßen für das „jes“-Projekt der evangelischen Kirche einsetzten - das beeindruckte auch Stephan Jannasch. Der Pastor der evangelischen Gemeinde war beim Startschuss auf dem Sportplatz natürlich mit von der Partie und feuerte die jungen Sportler in ihren farbigen T-Shirts an.

Jung, evangelisch, sozial

„Jes“ – das steht dabei für jung, evangelisch, sozial. In diesem Rahmen ist die Stelle des oder der FSJ‘ler angesiedelt. Zurzeit leistet Franziska Bültemeyer den Dienst ab. „Sie ist eine große Hilfe für uns“, unterstrich Frauke Leiß, Schulleiterin der Grundschule am Salzbach. Auch die Erfahrung der 19-Jährigen ist „durchweg positiv“. „Ich hab mich dazu entschieden, weil ich überlegt habe, Grundschul-Lehramt zu studieren. Das FSJ hat mich darin bestärkt, dass ich das werden möchte.“ Ob Unterstützung der Lehrer im Unterricht, die Begleitung der Kinder zum Mittagessen oder Betreuung im Rahmen des Ganztagsangebotes - das Aufgabenspektrum war vielfältig. Im Rahmen des Gemeindeanteils war es vor allem die Arbeit in den Konfirmandengruppen, mit denen die junge Glandorferin betraut war. „Wir haben das Projekt jetzt seit acht Jahren“, erläuterte Pastor Stephan Jannasch. Und findet: „Es ist für beide Seiten wirklich vorteilhaft.“

Jeder lief so viele Runden, wie er konnte

Für die Erst- bis Viertklässler der Grundschule am Salzbach war der neu eingeführte Sponsorenlauf umgekehrt ein wahres Kinderspiel. Jeder lief so viele Runden, wie er konnte. Am Ende winkte die Boxengasse der Klassen als Zieleinfahrt. Hier gab es Bändchen für jede Runde. Am Ende wurde zusammengezählt. Und schon am Ende des ersten Durchgangs gab Schulleiterin Frauke Leiß ebenso erstaunt wie begeistert und stolz zu Protokoll: „Jos aus der ersten Klasse ist 34 Runden gelaufen.“

Spannende Aktionen auf dem Schulhof

Die Gruppen, die gerade nicht mit Laufen dran war, konnten derweil spannende Aktionen auf dem Schulhof erleben. Denn dort hatten rund 50 Auszubildende der Eva-Hüser-Schule für Physiotherapie zusammen mit ihrer Lehrerin Alexandra Warschun einen Bewegungs-Parcours aufgebaut. Insgesamt 19 Stationen warteten auf die Schülerinnen und Schüler. Mindestens zehn davon sollten sie ansteuern. Das „Kirschkatapult“ gehörte ebenso dazu wie „Die Verrückte Leiter“, ein „Giraffenlauf“ oder sogar Quidditch. Selbst der ein oder andere kleine Regenschauer konnte die jungen Athleten nicht vom Spaß am Sport fernhalten. „Wir fanden es ganz großartig, dass wir so kompetente Unterstützung und Hilfe bekommen“, freute sich auch Schulleiterin Frauke Leiß.

Bis Ende Juli wird Franziska Bültemeyer noch im Dienst sein. Dann allerdings läuft ihr FSJ aus. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger sind noch nicht gefunden. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich gerne bei Grundschule oder Kirchengemeinde bewerben.


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