Landvolk im Südkreis zeigt Problembewusstsein Schulte to Brinke spricht in Bad Laer

Von Susanne Pohlmann

Die Ortsverbände des Landvolks im Südkreis trafen sich zum Klönabend: (von links) Benno Brandwitte (Glandorf), Henning Schulte-Uffelage (Borgloh-Hilter), Präsident des Niedersächsischen Landvorlks Albert Schulte to Brinke, Norbert Vogt (Dissen-Bad Rothenfelde), Gerd Brinkmann (Bad Iburg-Glane) und Cord Wahlmeyer (Bad Laer-Remsede). Foto: Susanne PohlmannDie Ortsverbände des Landvolks im Südkreis trafen sich zum Klönabend: (von links) Benno Brandwitte (Glandorf), Henning Schulte-Uffelage (Borgloh-Hilter), Präsident des Niedersächsischen Landvorlks Albert Schulte to Brinke, Norbert Vogt (Dissen-Bad Rothenfelde), Gerd Brinkmann (Bad Iburg-Glane) und Cord Wahlmeyer (Bad Laer-Remsede). Foto: Susanne Pohlmann

Bad Laer. Dieses Mal ging es bei der jährlichen Südkreisversammlung des Hauptverbandes des Osnabrücker Landvolks besonders locker zu. Die Ortsverbände Glandorf, Bad Laer-Remsede, Dissen-Bad Rothenfelde, Borgloh-Hilter und Bad Iburg-Glane hatten zu einem Klönabend mit dem neuen Präsidenten des Niedersächsischen Landvolks Albert Schulte to Brinke eingeladen.

Das war dann tatsächlich ein Abend unter Freunden, denn Schulte to Brinke stammt aus den eigenen Reihen, genauer gesagt aus Bad Iburg. Im Gasthaus Plengemeyer in Bad Laer gab Schulte to Brinke, der seit Anfang des Jahres die Geschicke des Landvolks in Niedersachsen leitet, einen Überblick über die zurzeit diskutierten Themen.

Waldschutz

Da geht es in der waldreichen Region des Teutoburger Waldes natürlich um den Sicherungserlass der Waldgebiete, die laut EU-Verordnung unter Schutz gestellt werden sollen. Wie weitreichend dieser Schutz sein wird und wie sehr er die Arbeit der Waldbesitzer beeinflussen wird, sei noch unklar. (Weiterlesen: Kritik an Landschaftschutzplänen – „Bis zu 95 Prozent der Waldbesitzer sollen nicht entschädigt werden“)

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Problem der Düngung, deren negative Auswirkungen auf das Grundwasser eingeschränkt werden sollen. Es hat bereits intensive Schulungen der betroffenen Landwirte gegeben, wie der Vorsitzende des Ortsverbandes Borgloh-Hilter Henning Schulte-Uffelage berichtete, allerdings führt die notwendige Dokumentation der Arbeit zu einem noch höheren bürokratischen Aufwand. Auch ein Punkt, den Schulte to Brinke ansprach und worauf er bei seinen Gesprächen mit den zuständigen Politikern immer wieder hinweist.

Wasserqualität

Nebenbei wies er darauf hin, dass die Qualität des Grundwassers besser sei, als oft berichtet werde, weil die Interpretation und Messung der Werte nicht eindeutig sei. Es gebe problematische, aber auch vorbildliche Regionen.

Er berichtete auch von der Einsicht, die er bei seinen Reisen durch Niedersachsen machen konnte, dass die Bedürfnisse und Probleme der Landwirtschaft in Niedersachsen ganz unterschiedlich seien. So sei das Thema freilebende Wölfe hier in der Region eher eine theoretische Diskussion, während der Wolf im Norden tatsächlich eine Bedrohung für die Kühe und Schafe darstelle.

Diskussion

Wichtig sei, dass man zusammen mit der Politik auf eine zukunftsfähige Landwirtschaft setzt, die dem einzelnen Landwirt Planungssicherheit gibt. „Wir sehen uns als Partner der Politiker und wollen auf Augenhöhe diskutieren“, so Schulte to Brinke. Nach dem Vortrag gab es dann bei Suppe und einem Bierchen jede Menge Zeit, miteinander und mit dem Präsidenten einzelne Themen weiter zu diskutieren. Eben ein Klönabend, bei dem man offen sprechen konnte, denn eines war allen klar: „Wir arbeiten in der Natur und mit der Natur und das beeinflusst sich gegenseitig“, brachte es Schulte to Brinke auf den Punkt.