Frühjahrsputz in Wegekapelle Bad Laerer kümmern sich um Rückzugsort für Besinnung

Von Andreas Wenk

Stephan Niebrügge steht in der Baggerschaufel und schneidet die Hecke. Foto: Andreas WenkStephan Niebrügge steht in der Baggerschaufel und schneidet die Hecke. Foto: Andreas Wenk

awen Bad Laer. „So etwas zu bauen ist das eine, aber sich drum zu kümmern, das ist entscheidend“, sagte Stephan Niebrügge. Er ist Vorsitzender des Trägervereins, der die Wegekapelle im Ortsteil Müschen von Bad Laer unterhält. Sein Verein hat mittlerweile 150 Mitglieder. Einmal im Monat ist Großreinemachen.

Zum Frühjahrsputz hatten sich jetzt sechs Mitglieder eingefunden. Durchsaugen, Staubwischen und Kerzenreste aus den Halterungen kratzen, all das gehört zur Routine. Zum Frühjahrsputz an den Außenanlagen holt Christoph Hoffmann einen Trecker und Niebrügge ist noch einmal nach Hause gefahren, um mit einer elektrischen Astschere zurückzukehren. Dann stellt er sich in die Baggerschaufel des Treckers und beginnt, die Hecke zu schneiden. Eine etwas wagemutig anmutende Aktion.

Regelmäßige Kontrolle

In der Kapelle sind derweil Angelika Richter, Lena Börger und Renate Kersten dabei, die Kapelle vor Ostern auf Hochglanz zu bringen. Es bedarf nur einiger Handgriffe, denn die Kapelle wird ohnehin jeden Morgen und jeden Abend kontrolliert. Damit wechseln sich die sieben Vorstandsmitglieder wöchentlich ab.

Am Anfang stand die Idee, einen ganz privaten Rückzugsort für „Gebete, Einkehr und Besinnung“ zu schaffen. Obwohl zur Gemeinde Mariae Geburt gehörend, wollten die Initiatoren zwischen zwei Wohnsiedlungen eine eigene Kapelle errichten. Mit Spenden von Unternehmen und Privatleuten ist dann ab 2010 die Wegekapelle am Kruitskamp entstanden. Das Besucherbuch zeigt, welche Sorgen, Nöte und auch positiven Gefühle die Einkehrenden bewegen. Mittlerweile ist die Wegekapelle so gut frequentiert, dass bereits die siebte oder achte Ausgabe ausliegt, so genau weiß das Niebrügge selbst nicht. Er freut sich aber, dass die Kapelle so gut angenommen wird, auch von Radfahrern, die auf der Grenzgemeinde-Route unterwegs sind und mal eben einen Abstecher machen, um einen Moment innezuhalten.

Generationsübergreifend

Helfende Hände, um „Rein Schiff!“ zu machen, finden sich immer, weiß Renate Richter. Im Sommer sind oft auch 70- oder 80-Jährige dabei. Im Winter bei Schnee und Glatteis möchte man das Risiko allerdings nicht eingehen, dass womöglich jemand stürzt. Aber auf den Zusammenhalt ist sie dennoch stolz. Mehr aus Bad Laer