Entwicklungszentrum und Büros Strautmann Landmaschinen überquert Bad Laers Bielefelder Straße

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Bad Laer. Strautmann wächst – und weil das in nördlicher Richtung nicht möglich ist, überspringt der Landmaschinenhersteller die Landesstraße. Südlich der Bielefelder Straße entsteht das neue Entwicklungszentrum.

Es ist der erste Bauabschnitt, der hier täglich mehr Gestalt annimmt. „Zum Kleinen Berg hin haben wir durch das Naturschutzgebiet keine Ausdehnungsmöglichkeit mehr, deshalb mussten wir auf die andere Straßenseite wechseln“, sagt Firmenchef Wolfgang Strautmann.

50 Mitarbeiter seien schon jetzt in der Entwicklungsabteilung tätig. Sie tüfteln in der Werkstatt und im Fertigungsbereich an Prototypen und Nullserien und erforschen die neuen Maschinen. Der Praxistest findet immer auf dem Feld statt.

„Wir leben von der Innovation und versuchen, ganz vorne mitzuspielen“, sagt Wolfgang Strautmann. Eine ganz neue Erfindung ist der Selbstfahrer, der noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Bis auf den Sicherheitsschutz funktioniere alles, erzählt Geschäftsführer Strautmann: „Die Sicherheitstechnik entwickeln wir noch.“ Das Fahrzeug, ein Entnahme- und Futtermischwagen, entstehe in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück.

Fertigung auch in Polen und Ungarn

„Wir fertigen auch in Polen und Ungarn, aber unsere Entwicklung liegt komplett in Deutschland. Hier ist die Kompetenz.“ Und die soll ausgebaut werden. Das neue Entwicklungszentrum hat eine Grundfläche von etwa 2000 Quadratmetern.

In einigen Jahren soll die Größe der Halle bereits verdoppelt werden, um auch der Werkzeugherstellung Platz zu bieten, denn Strautmann fertigst seine eigene Ausrüstung. Zwischendurch ist noch ein neues Bürogebäude in Planung.

Neben dem Entwicklungszentrum entstehen Parkplätze für die Mitarbeiter, so konnte Strautmann Aushub für den Bau der neuen Lackieranlage auf der Nordseite der Bielefelder Straße auf der Südseite unterbringen. Die 270 Mitarbeiter werden daher bald noch öfter von einer Straßenseite zur anderen wechseln müssen.

Hier wird gerast

Wolfgang Strautmann hofft deshalb auf eine Verkehrsberuhigung vor den Werkstoren. „Wir haben großes Interesse daran, denn hier wird gerast wie verrückt, selbst Lkw fahren hier manchmal 100“ – trotz des Tempolimits von 50 Stundenkilometern. Man sei in guten Gesprächen mit der Wirtschaftsförderung und den Behörden: „Ich hoffe, dass das möglich ist.“ Dass die Straße an dieser Stelle dicht gemacht und dann verlegt wird, erwartet Strautmann nach eigenen Worten nicht.


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