Zdzislaw Marcinkiewicz gibt in Bad Laer ein überzeugendes Konzert Evergreens vom Mann am Klavier

Von Rolf Habben

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Ein außergewöhnliches Konzert gab der polnische Pianist Zdzislaw Marcinkiewicz im Haus des Gastes. Foto: Rolf HabbenEin außergewöhnliches Konzert gab der polnische Pianist Zdzislaw Marcinkiewicz im Haus des Gastes. Foto: Rolf Habben

Bad Laer. Gute Laune zum Mitsingen jetzt im Haus des Gastes im Heilbad angesagt. Der vielseitige Pianist Zdzislaw Marcinkiewicz wartete mit einem etwas anderen Klavierkonzert auf, so die Ankündigung. Mit Oldies, Schlagern, Evergreens und Gassenhauern, aber ebenso klassischen Werken und etlichen instrumental vorgetragenen Eigenkompositionen bot Marcinkiewicz tatsächlich einen breiten Querschnitt aus der Welt der Musik.

Gute Unterhaltung ist bei dem 1962 in Legnica geborenen polnischen Musiker ohnehin garantiert. Sein durchgängig eindrucksvolles, teils spektakuläres Fingerspiel und nicht zuletzt auch seine stets humorvolle Moderation hätten mehr Besucher verdient. Seiner Aufforderung zum Mitsingen, „ich brauche vor allem starke Männerstimmen“, hätte es gar nicht bedurft. Das fachkundige Publikum ließ sich nicht lange bitten und erwies sich als äußerst Textfest,.

Im Kontrast zu den frostigen Temperaturen draußen zauberte der Pianist mit den „Tulpen aus Amsterdam“ eingangs einen Hauch von Frühling in den Saal. Von dort ging es mit Frank Sinatras „New York, New York“ über den Großen Teich, instrumental gewollt verfremdet dargebracht. Udo Jürgens „Aber bitte mit Sahne“ und „Mit 66 Jahren “ oder Lale Andersens sehnsuchtvolles „Ein Schiff wird kommen“ stieß bei seinem Publikum auf begeisternden Widerhall.

Mit seiner ebenso brillanten wie virtuosen Fingerfertigkeit an den Tasten, seinen eigenwillig vorgetragenen Interpretationen diversen Liedguts, muss sich Marcinkiewicz auch in großen Konzertsälen nicht verstecken. Highlights seines an Höhepunkten zahlreichen Konzerts waren sicherlich Beethovens „Für Elise“, „An der schönen blauen Donau“ des Walzerkönigs Johann Strauß und Richard Claydermanns „Balade pour Adeline“.

Der seit 1981 in Deutschland lebende Solopianist ist mit seinen Darbietungen welt-weit unterwegs. „Ich bin bestimmt schon dreimal um die Welt gereist“, verriet er im Gespräch. Schon mit 17 Jahren seien Rockgruppen auf sein Können als Multitalent aufmerksam geworden. Als „special guest“ in verschiedenen Ensembles wie unter anderem bei der Osnabrücker „Blues Company“, dessen Bandleader Tosho Todorovic ihm auch seinen Spitznamen „Django“ verlieh, spielte Marcinkiewicz darüber hinaus in diversen TV- und Radio-Konzerten.

Die nächsten Veranstaltungen im Heilbad stehen mit der Wiedereröffnung des Hei-matmuseums und einer Sonderausstellung am 25. März sowie einem Konzert des Gitarrenduos „Saitenklang“ am 27. März in der evangelischen Kirche bereits jetzt vor der Tür.


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