Närrische Airline hebt ab 60. Karnevalsrevue der Kolpingsfamilie Bad Laer

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Bad Laer. Bad Laer hebt ab: Die Kolping-Airline brachte am Samstag ihre Passagiere närrisch gut gelaunt durch politische und sonstige Turbulenzen. Dafür sorgten mit der Crew des Elferrates bei der Karnevalsrevue im Gasthaus Plengemeyer viele bestens aufgelegte Akteure auf und Hunderte bunt kostümierter Narren vor der Bühne.

Mit Tanz, Sketchen und humorvollen Spitzen feierten die Bad Laerer Narren die „fünfte Jahreszeit“. Das jecke Treiben hat Tradition: Bereits zum 60. Mal lud die Kolpingsfamilie zur großen Karnevalssitzung ein. Das närrische Zepter liegt noch bis Aschermittwoch in den Händen von Seiner Tollität Prinz Alois I. (Diekamp) und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Astrid I. (Diekamp). „Karnevalsprinz zu sein, ist ein echter Karrieresprung“, freute sich Alois I., dessen Profession auch das Motto des Abends geschuldet war: „Feiern, tanzen, kichern – Prinz Alois kann’s versichern“.

Start frei für die Kolping-Airline

In seiner Rede an das Narrenvolk sparte Seine Tollität nicht mit politischen Seitenhieben. Doch auch an wegweisenden Zukunftsvisionen mangelte es nicht. Nach dem Erfolg des „Treffpunkt Advent“ könnte der prinzlichen Anregung folgend nun bald die Bad Laerer Maiwoche starten. Für die bequeme Anreise ist selbst aus der Ferne gesorgt. Denn der Elferrat hat als Crew der neuen „Kolping-Airline“ bereits die Bordköfferchen gepackt.

Was die Großen können, haben die Kleinen schon lange drauf: „Wir sind zwar klein, doch wir sind auf Zack“, schärften Kinderschola und Teeniechor dem bestens gelaunten Publikum ein und präsentierte gleich eine musikalische Wunschliste an die Stadt, auf der ein Spielwarengeschäft natürlich nicht fehlen durfte. Und auch die Büttenredner der Kolpingsfamilie bekommen ernsthafte Konkurrenz durch den Nachwuchs: Felix Knemeyer, Jakob Hartlage und Finn Knemeyer sicherten sich mit ihrem bissig-humorigen und absolut souveränen Auftritt zu Recht die erste Rakete des Abends.

Musikalischer Humor und Büttenreden

Ihre gelungene Premiere in der Bütt feierte als „kölscher Jeck“ auch die amtierende Schützenkönigin Beate Schmitz-Borgmann. Fast vier Stunden lang jagte auf der Kolping-Bühne ein närrischer Höhepunkt den nächsten. Wie es deutlich kürzer geht, zeigten die „Goldgräber“ und die „Talentschmiede“ der Geschwister-Scholl-Oberschule anschaulich in der „schnellsten Karnevalssitzung der Welt“.

Ob Howard Carpendale den Thermomix im Kopf hatte, als er sein schmachtendes „Ti amo“ sang, ist nicht überliefert. Dass das eine mit dem anderen durchaus harmoniert, stellte dafür Dietmar Moormann unter Beweis.

Die Anreise vom Erdtrabanten nahm mit musikalischem Humor der „Stammtisch vom Mond“ für die Narren auf sich. Eine lachmuskelstrapazierende Choreografie berufstypischer Gesten brachten die „Verrückten Hühner“ der KFD auf die Kolping-Bühne. Tänzerische Akzente setzten mit spritziger Synchronität die Rot-Weißen Funken der Kolpingsfamilie und die „Funky Marys“ als „Candygirls“.

Und auch sie feierte wieder mit: Tanze Frieda, alias Pfarrer Maik Stenzel, beging im Kreis der Narren ihren 95. Geburtstag – in höchst amüsanter Ökumene mit Pastor Stephan Jannasch als Gratulant und mit unverzichtbarem „Eckes Edelkirsch“. Doch auch die Narren selbst standen im Scheinwerferlicht. Denn der Elferrat prämierte mit Orden die kreativsten Kostüme im Saal.


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