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„Wir können voneinander lernen“ NRWs Ministerpräsident Laschet zu Gast auf der Bad Iburger Laga

Von Bastian Rabeneck | 06.06.2018, 20:33 Uhr

Nach EU-Kommissar Günther Oettinger hat die Bad Iburger Laga weitere politische Prominenz begrüßt: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wagt den Sprung über die Landesgrenze.

Damit besuche erstmals ein Ministerpräsident des benachbarten Bundeslandes eine niedersächsische Landesgartenschau, reklamieren die Bad Iburger die Premiere für sich. Den Grund dafür stellt Laschet nach seiner Ankunft im Rathaus klar: „Wir haben einen gemeinsamen Lebens-, Wirtschafts-, und Arbeitsraum.“ Wegen der grenznahen Lage Bad Iburgs habe man schon immer länderübergreifend zusammengearbeitet. Da sei ein Besuch nur folgerichtig gewesen.

Keine Spur von Hektik

Sichtlich entspannt – trotz verspäteter Ankunft – geht es nach dem obligatorischen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt zu Fuß weiter zum Laga-Gelände. Zwei Stunden waren für das Treffen angesetzt. Von Hektik fehlt jedoch jede Spur. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Annette Niermann, Laga-Botschafter Hans-Gert Pöttering und Bad Iburger Ratsmitgliedern genießt Laschet bei einem Eis das Panorama, das sich vom Baumwipfelpfad aus bietet. „Was die Landesgartenschau angeht, hat NRW eine längere Tradition“, sagt der Minister. Dennoch könne man immer noch voneinander lernen. In NRW wurde die Landesgartenschau erstmals 1970 in Grefrath ausgerichtet. Niedersachsen legte erst 2002 mit der Laga „Park der Gärten“ in Bad Zwischenahn nach. Ein Laga-Gelände könne, weiß Laschet, auch nach Ende der Saison noch seinen Wert für die Stadt unter Beweis stellen.

„Enge Verbindung zur Heimat“

Zu Laschets Delegation gehört bei seinem Besuch auch Christian Wiermer, Regierungssprecher des Landes NRW – und gebürtiger Bad Iburger: „Ich habe nach wie vor eine enge Verbindung zu meiner Heimat“, erklärt er.

Wie eng diese Verbindung tatsächlich ist, wird während des Spaziergangs in regelmäßigem Abstand sichtbar. Immer wieder wird der Regierungssprecher mit Handschlag von anderen Besuchern begrüßt. Auch Laschet sucht den Dialog mit den Gästen, verweilt bei den Buden am Europaplatz und kann schließlich einer stürmischen Umarmung von Rosalotta nicht entgehen.

„Die Herzenswärme schwappt über“, scherzt Bürgermeisterin Niermann. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Treffen“, resümiert sie. Dass ein Ministerpräsident aus NRW nach Bad Iburg kommt, sei trotz der Nähe zueinander alles andere als selbstverständlich.

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