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Schlossbeleuchtungsverein tagt Strahlt das Schloss bald in anderem Licht?

Von Horst Troiza | 13.12.2015, 18:06 Uhr

Auch der Schlossbeleuchterverein hat Kurs gesetzt und will sich ins Fahrwasser der Vorbereitung auf die Landesgartenschau begeben. Bei der Jahreshauptversammlung wurde dazu ein Projekt vorgestellt, das das altehrwürdige Gebäude 2018 in ganz neuem Licht erscheinen lassen soll.

Wer im Monat November abends in Richtung Schloss geschaut hat, dem wird vielleicht die temporäre Veränderung bei der Beleuchtung aufgefallen sein. Das für gewöhnlich durchgängige Erstrahlen des Bauwerks setzte aus und es wurden stattdessen einzelne Bauelemente durch punktuell geworfenes Licht besonders hervorgehoben.

Verursacher war Hans Tovar, stellvertretender Vorsitzender des Schlossbeleuchtungsvereins, der zusammen mit Experten von der RWE und einem Unternehmen aus der Lichtbranche andere Beleuchtungselemente testete. „Hauptsächlich waren das Punkt- und Flächenstrahler, mit denen die optische Erscheinung des Schlosses anders als bisher geschehen ins richtige Licht gerückt werden könnte“, erklärte er bei der Mitgliederversammlung und zeigte eine Fotoserie des Experiments. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil sei auch, dass die Leuchtkörper LED-Technik besäßen, was die anfallenden Stromkosten um mehr als die Hälfte zu reduzieren helfe.

Verein zahlt Stromrechnung

Diese belaufen sich in diesem Jahr auf 3693 Euro. Diese Summe wird der Verein an die Stadtverwaltung überweisen, wie in jedem Jahr trägt er damit die Gesamtkosten für die Illuminierung des Blickfangs der Stadt. „Es hätte noch eine höhere Summe sein können, doch zum Glück ist hier und da wieder einmal ein Strahler ausgefallen“, scherzte Beleuchtungsinspektor Georg Köhne bei seinem Jahresbericht. Zum Scherzen aufgelegt war auch Schatzmeister Fritz Blanke, der unter dem Jubel der Versammlung davon berichtete, 500 Euro auf dem Vereinskonto zu haben, das eigentlich an die Adresse eines anderen Vereins gespendet worden war. „Ich werde es weiterleiten, sicher, aber es hat sich im Moment gut in unserer Jahresbilanz gemacht“, kommentierte er.

Überhaupt verlief die Versammlung in gewohnt lockerer Atmosphäre. Vielleicht lag es ja daran, dass der Vorsitzende Gerd Bentrup in der sonst nur Männern vorbehaltenen Runde gleich zwei Frauen begrüßen konnte: Bürgermeisterin Annette Niermann und „Hausherrin“ Cristina von Pozniak-Bierschenk vom Staatlichen Baumanagement. Weitere Ehrengäste waren Hans-Gert Pöttering, früherer Präsident des EU-Parlaments, MdB André Berghegger und MdL Martin Bäumer, der in seinem Grußwort auf die Bedeutung der künftigen Landesgartenschau für die Stadt hinwies.