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Minimalverbrauch am Ostersonntag „Vielleicht duschen Iburger an Feiertagen nicht“

Von Anne Spielmeyer | 24.07.2014, 18:38 Uhr

Der Jahresabschluss von Wasserwerk und Abwasserwerk ist in der Regel – trotz jeder Menge Wasser – eine trockene Angelegenheit. Im Betriebsausschuss in Bad Iburg wurde jedoch ein lustiges Detail angespült: Die Bad Iburger scheinen an manchen Feiertagen nicht so gern zu duschen.

War der sparsamste Tag in Sachen Wasserverbrauch im Jahr 2012 mit 1400 Kubikmetern der erste Weihnachtstag, war es im Jahr 2013 mit 1345 Kubikmetern der Ostersonntag, 31. März. „Vielleicht duschen die Iburger an Feiertagen einfach nicht“, scherzte Kämmerin Monika Schnaars im Ausschuss. Widerspruch von den Ausschussmitgliedern gab es zu dieser Wasserspartheorie jedenfalls nicht.

Neben der Feiertagsanekdote machte der Jahresabschluss deutlich: Das Wasserwerk schreibt schwarze Zahlen. Im Jahr 2013 wurde ein Jahresüberschuss von 80460 Euro erwirtschaftet, der in die Rücklagen fließen kann. 2012 waren es 92932 Euro, also mehr. „Das liegt an höheren Materialaufwendungen. Wir mussten 2013 mehr Wasser zukaufen“, erklärt Schnaars. Investiert wurde 2013 ins Rohrnetz an der B51, ins Gewerbegebiet Sentrup und in die Teutoburger Straße. Das Abwasserwerk hat einen Jahresüberschuss von 475757 Euro erwirtschaftet. Hier wurden insgesamt 580353 Euro investiert – zum Beispiel in Leitungen und Regenrückhaltebecken, Anlagen am Bahnhof oder Drostenhof. Ein Betrag von 214276 Euro wandert als Eigenkapitalverzinsung in den städtischen Haushalt, der Rest, 261481 Euro sollen in die allgemeine Rücklage eingestellt werden.

Beruhigend seien auch die Ergebnisse zahlreicher Trinkwasseruntersuchungen: Mit einem Mittelwert von 17 mg/l liegt der Nitratwert deutlich unter dem Grenzwert der EG-Richtlinie von 50 mg/l.