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Mietköchin mit Rad und Tat Sabine Laaks kocht Bio-Kost für Feiern und andere Events

Von Carolin Hlawatsch | 27.09.2011, 13:26 Uhr

Viele legen Wert auf gesunde Ernährung, schwören auf Bio-Kost mit ökologischen, fairen und regionalen Lebensmitteln. An ihre Grenzen stoßen die meisten dabei dann, wenn große Mengen mit geringem Kostenaufwand benötigt werden.

Wer würde nicht gerne gesunde und gleichzeitig leckere, ausgefallene Snacks auf seiner nächsten Party reichen? Oft wird es dann aber doch der Kartoffelsalat mit Brühwürstchen oder das Tsatsiki aus dem großen Supermarkt-Plastikbecher. Sabine Laaks, Ökotrophologiestudentin an der Hochschule Osnabrück, zeigt, dass es auch anders geht.

Als „Mietköchin mit Rad und Tat“ tourt sie mit ihrem „Velo Culinaria“, einem knallgrünen Fahrrad mit Anhänger, der zur Leckereien-Theke umgebaut werden kann, durchs Osnabrücker Land, kocht nach den individuellen Vorstellungen ihrer Auftraggeber auf Festen, Kongressen und anderen Veranstaltungen und bietet nebenbei auch Kochkurse. Eine Produktionsküche muss ihr dabei gestellt werden. Schulküchen und AGs bereichert sie mit ihrem Ernährungswissen, dabei zehrt sie von ihrer Bachelorarbeit „Vegetarische Ernährung in der Schulverpflegung“.

„Ich möchte Wertschätzung für gutes und gesundes Essen vermitteln“, betont Sabine Laaks. Schon immer habe sie Spaß daran gehabt, für Freunde zu kochen und eigene Kreationen zu entwickeln. In ihrer großen Wohngemeinschaft, einem alten Bauernhof mit 56 Studenten, ein paar Hühnern und vielen Gemüse- und Kräuterbeeten am Rand der Stadt, sind alle ganz wild auf Sabines Chutney-Spezialitäten oder den frischen Pflaumenkuchen.

Im Frühjahr diskutierte sie mal wieder mit einem Freund beim Essen über das Essen, als er sagte: „Gib mir deine Telefonnummer. Wenn ich demnächst meinen Geburtstag feiere, machst du das Catering.“ Diese Aussage war das Schlüsselerlebnis für die Ökotrophologiestudentin.

„Ich fuhr zu meiner Schwester nach Aachen. Sie ist Zimmerin, und wir bauten den Anhänger für mein Vorhaben“, berichtet Sabine. Da sie ökologisch konsequent arbeiten will, wählte sie das Fahrrad als Transportmittel, mit dem sie, um weiter entfernte Ziele zu erreichen, auch in den Zug steigen kann. Die Lebensmittel bezieht sie vom Biobauern oder vom Wochenmarkt. Ist ihr Velo-Culinaria-Stand einmal aufgebaut und mit den verschiedensten Bio-Köstlichkeiten bestückt, kann man selbst mit vollem Magen nicht daran vorbeigehen. Es duftet nach ihrem Butternusskürbis-Gratin, Falafel oder Spinat-Quiche. Rund um den Feldsalat mit gebratenem Knoblauch und Zucchini sind bunte Blüten drapiert – ein Augen- und Gaumenschmaus. Sabines Lieblingsessen ist übrigens weniger spektakulär, als man beim Anblick ihrer Kreationen erwarten würde: „Spaghetti mit Gorgonzolasauce von meiner Mutter“, verrät sie mit ihrem aufgeschlossenen Lächeln im Gesicht.

Wer die Spezialitäten von Sabine Laaks selbst kosten möchte, hat dazu auf der Eröffnungsfeier von „Mimmis Club“ am 1. und 2. Oktober in der Skatehall in Osnabrück die nächste Möglichkeit. Party-Planer können sie auf veloculinaria@gmx.de kontaktieren. Die Internetseite www.veloculinaria.de ist im Aufbau.