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Kritik an Umleitungsschilder B51: Freie Fahrt in Bad Iburgs Innenstadt

Von Andrea Pärschke, Andrea Pärschke | 23.06.2016, 13:50 Uhr

Freie Fahrt durch Bad Iburg: Das ist der Slogan, den sich momentan die Geschäftsleute der Stadt auf die Fahnen schreiben. Denn trotz Vollsperrung ist die Innenstadt mit dem Auto zu erreichen – auch wenn die geplanten Schilder zunächst einen anderen Eindruck erweckt haben.

„Wir haben unser möglichstes getan“, berichtet eine Mitarbeiterin des Bad Iburger Amtes für Planen und Bauen. Erwirkt haben sie nun ein Hinweisschild, das eines deutlich macht: Die Stadt kann in den kommenden acht Tagen durchaus mit dem Auto erreicht werden. Das klar zu stellen, war nicht nur der Wunsch der Stadtverwaltung. Auch die Geschäftsleute haben darauf gedrängt. Denn geplant war das zunächst anders: Wer von Münster Richtung Bad Iburg fuhr, sollte demnach auf einen gut gemeinten Rat stoßen: „Bad Iburg bitte großräumig umfahren.“ Begeistert waren die Geschäftsleute Bad Iburgs von dieser Aussicht nicht. Denn ihre Innenstadt ist schließlich keine Gefahrenzone – nicht einmal autofrei. Lediglich die Ortsdurchfahrt der B51 wird vom 23. Juni bis zum 2. Juli, gesperrt. Wirkung zeigte schließlich die Bitte der Stadtverwaltung an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Den Schildern ist nun zu entnehmen, dass die Fahrt innerhalb von Bad Iburg frei ist.

Ein Schlenker

Auch der Zeitverlust bei der Anfahrt hielte sich in Grenzen. Besonders für Gäste aus Osnabrück ändert sich nichts. Sie können den gewohnten Weg fahren. Und auch die Autofahrer aus der anderen Richtung kommen ans Ziel – vorausgesetzt sie nutzen die Umleitung. „Es ist im Grunde nur ein kleiner Schlenker“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Bad Iburger Marketingvereins Karsten Schöwing.

Ausbau der B51

Ansonsten scheinen sich die Geschäftsleute mit der Situation zu arrangieren. „Natürlich sind wir froh, wenn es vorbei ist“, sagt der Eigentümer der Schlossmühle, Ralf Schirmer. Letztendlich sei es jedoch positiv zu bewerten, dass die B51 saniert würde. „Jeder möchte gute Straßen haben“, sagt Schöwing. Auch den Zeitpunkt hätten die Verantwortlichen schlechter wählen können. „Im Frühjahr oder Spätsommer ist für uns Hauptsaison, da wäre eine Vollsperrung möglicherweise sehr ungünstiger gewesen“, sagt er. Nun wollen die Händler das Beste aus der Situation machen. „Es gibt schon einige Sonderpreisaktionen“, berichtet Karsten Schöwing. Die Baustelle kann Bad Iburgs Händler also nicht stoppen.