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Diskussion um Sicherheit in Iburg Bad Iburg will Präventionsrat wieder beleben

Von Wolfgang Elbers, Wolfgang Elbers | 07.06.2016, 10:41 Uhr

Das vorbereitende Gespräch am Freitag im Bad Iburger Rathaus zum Thema „Präventionsrat“, das am Dienstag ab 17 Uhr auch auf der Tageordnung des Sozialausschusses steht, hat ein Ergebnis gebracht: Die private Initiative „Präventionsrat Bad Iburg“ hat sich während der Besprechung aufgelöst.

Das ist eine Überraschung: Wenn es im Bad Iburger Sozialausschuss ab 18 Uhr um das Thema Präventionsrat geht, wird die private Initiative „Präventionsrat Bad Iburg“, die sich Anfang des Jahres gegründet hat, nicht dabei sein. Sprecher Peter Frömberg hat am Montag bestätigt: „Uns ist in der Sitzung am Freitag nahgelegt worden, diesen Ansatz nicht weiter zu verfolgen, da die Arbeit eines Präventionsrates an vorgegebene formale Strukturen gebunden ist, die eine private Initiative nicht vorsieht.“

Austausch über lokale Situation

Am Freitagmittag hatten auf Einladung von Bad Iburgs Bürgermeisterin Annette Niermann sowie des Ordnungsamtsleiters Ulrich Ortmeier die GMHütter Polizeikommissariats-Leiterin Sinikka Hagen, der Landkreis-Verantwortliche für Krimanalprävention, Andreas Stallkamp, sowie Ute Robben für die Initiative „Aktiv gegen Einbruch“ und neben Frömberg mit Tim Baalmann ein weiterer Vertreter der privat initiierten Arbeitsgruppe „Präventionsrat“ am Treffen im Rathaus teilgenommen. Das Thema: Austausch über die aktuelle Sicherheitslage in Bad Iburg.

Wie die Stadt dazu anschließend mitgeteilt hat, sei es ein „lebhaftes“ Gespräch gewesen, in dem die Teilnehmer ihre „unterschiedlichen Beweggründe und Rollen“ zum Thema Sicherheit und Prävention dargelegt hätten. Bad Iburgs Bürgermeisterin: „Dabei ist noch einmal herausgestellt worden, dass die Stadt an vielen Stellen mit dem Thema Prävention und Sicherheit beschäftigt. Wir sind in dem Bereich sehr aktiv, auch wenn der bestehende Präventionsrat schon in den Jahren vor Beginn meiner Amtszeit im März 2014 nicht mehr getagt hat.“ Dessen Arbeit ist nach ihren Worten an „formale Verwaltungsstrukturen gebunden“ und soll jetzt neu belebt werden. Niermann: „Dadurch wollen wir die derzeitigen Aktivitäten im Bereich der Prävention noch besser vernetzen.“ Bestehende Kooperationen der Akteure sollen intensiviert werden. Aber ein Präventionsrat sei ein „neutrales Gremium“. Die Federführung habe die Kommune. Deshalb habe es auch keinen Sinn gemacht, die Arbeitsgruppe „Präventionsrat“ fortzusetzen.

Austausch über Felder künftiger Zusammenarbeit

Ehrenamtliches Engagement wird nach ihrer Aussage auch weiterhin begrüßt. Mit Ute Robben von der Initiative „Aktiv gegen Einbruch“ gebe es einen „intensiven und konstruktiver Austausch über Felder der künftigen Zusammenarbeit“. Das hat die engagierte Bad Iburgerin bestätigt: „Die Initiative besteht weiter und wird sich einbringen.“ Robben wird am Dienstag auch die Ausschuss-Sitzung verfolgen – im Gegensatz zu Frömberg. Der will erst einmal abwarten, wie es jetzt weitergeht: „Ich sehe nicht, dass wir formale Fehler gemacht haben, und das haben wir auch dem Landespräventionsrat mitgeteilt, wo die Arbeitsgruppe Mitglied ist.“ Die bisherige Arbeit zur Verbesserung der Bad Iburger Sicherheit, die er gemeinsam mit anderen angestoßen habe, sei deshalb aber „nicht eingestellt“. Der pensionierte Polizist: „Wir werden nicht aufgeben.“ In welcher Form das Engagement künftig erfolge, sei aber derzeit noch offen.