Ein Artikel der Redaktion

Firmen verbrauchen zu wenig Wasserwerk vergrößert Finanzsorgen in Bad Iburg

Von Michael C. Goran | 28.09.2021, 15:45 Uhr

Marode Schulen, der anstehende Neubau für die Feuerwehr – Bad Iburg ist klamm. Da freut man sich in Coronazeiten schon, wenn es bei den Einnahmen nicht noch weiter runter geht. Nur das Wasserwerk vergrößert die Sorgen.

Die rückläufigen Erträge beim Wasserwerk und beim Abwasserwerk der Stadt waren nun Thema in der Sitzung des Betriebs- und Finanzausschusses. Erwartet worden war ein Überschuss in Höhe von 402.000 Euro in diesem Bereich. Nun steht fest: Dieser wird nicht zu erreichen sein. Da große wasserverbrauchende Unternehmen aktuell nicht mehr in Bad Iburg ortsansässig sind, kam es bei dem Ab- und Wasserwerk zu Mindererträgen.

Gleichzeitig erwiesen sich die betrieblichen Aufwendungen als sehr hoch. Dies zeigte sich bereits im ersten und zweiten Quartal, als Ausgaben getätigt wurden, die über den Planungsansatz hinausgingen. Dabei gilt nach wie vor die Haushaltssperre beim Wasserwerk, so dass nur absolut notwendige Ausgaben, wie etwa die Beseitigung von Rohrbrüchen, getätigt werden können. Investitionen sind aus diesem Grunde kaum bis gar nicht umgesetzt worden. Ausgaben, die nicht zwingend nötig sind, werden daher zurückgehalten. Sehr zum Ärger der Ausschussmitglieder.

Gewerbesteuer bleibt stabil

Erfreulichere Neuigkeiten gibt es hingegen bei der Gewerbesteuer. Die Befürchtung, in diesen Ertragsbereichen corona-bedingt Abstriche machen zu müssen, ist nicht eingetreten. Die prognostizierten Einnahmen in Höhe von 5,2 Millionen Euro sind erreicht worden, hieß es im Ausschuss. Korrekturen mussten auf Grund der Corona-Pandemie nur bei Punkten wie etwa der Vergnügungssteuer stattfinden. Denn entsprechende Betriebe und Unternehmen, wie etwa Spielotheken, blieben lange geschlossen. Beim Verkehrsbeitrag, der Kurtaxe oder dem Tourismusbeitrag verhält es sich ähnlich.

Insgesamt rechnet der Betriebs- und Finanzausschuss mit Erträgen von fast 19 Millionen Euro für Bad Iburg. Die Finanzen der Stadt sind somit im Plan geblieben, auch wenn die Ergebnisse beim Haushalt erfreulicher sind als bei den Eigenbetrieben, wie den Wasserwerken. Um mit den Ertragsausfällen umgehen zu können, sind größere Ausgaben nicht vorgesehen. Der Ausschuss beschloss die Jahresabschlüsse von 2018 und 2019 einstimmig.