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Aus Fehlern in Papenburg lernen Laga in Bad Iburg: Scheu vor Landesgartenschau überwinden

07.12.2015, 08:09 Uhr

Es ist fast schon ein Wunder. Die Bad Iburger haben sich vom Gezänk ums Grün nicht abschrecken lassen und sich ihre eigene Meinung gebildet. Sie wollen die Laga, weil sie sehen, welche Chancen sie der dösenden Schönen am Dörenberg darbietet.

Bad Iburg muss etwas tun, damit es im Kreise der munteren Bäderschwestern Rothenfelde und Laer nicht zum Mauerblümchen wird. „Wir sind doch schon dabei“, mag mancher anmerken. Stimmt. Aber da geht noch was.

Diejenigen, die im Stadtrat Abstimmungs-Ping-pong gespielt haben, sollten ihre Landesgartenscheu nun überwinden, sich die Zahlen des Bürgerentscheids zu Herzen, es selbst in die Hand nehmen und das Projekt fleißig düngen und unterstützen. Das hat es nach so viel Hin und Her verdient.

Alles andere würde die Landesgartenschau schwächen – und wäre jämmerlich. Auch wenn die Gegner bei einem eventuellen Misserfolg hinterher auftrumpfen könnten: Wir haben es ja gleich gesagt.

Die Fehler der Papenburger muss man nicht wiederholen. Zum Glück war der designierte Geschäftsführer der Iburger Laga-Gesellschaft Heinrich Sperling, ein Mammut-Baum unter den deutschen Laga-Experten, an dieser Schau und Finanzmisere nicht beteiligt.

Gratulation auch an den Förderverein, der mit seinem Wirken vor und hinter den Kulissen in den letzten Wochen vieles auf den Weg gebracht hat. Mit Sperlings Hilfe hat er Ideen entwickelt und Fördertöpfe angezapft.

Natürlich müssen die Iburger in den nächsten Jahren mit Augenmaß und Taschenrechner arbeiten, damit der Kneippkurort von seiner Gartenschau profitiert. Aber das versteht sich von selbst.