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Appell von Musharbash Die Folgen der Bewerber-Flaute bei der Iburger CDU

Von Dr. Stefanie Adomeit | 25.07.2016, 18:34 Uhr

Welche Folgen hat die kleine Anzahl von CDU-Kandidaten für das große Ganze? Erhebliche. Bad Iburg ist CDU-Stammland: Man kann also davon ausgehen, dass die Partei dort weit mehr Stimmen erhält, als sie Kandidaten in den Rat schicken kann.

 Die Bad Iburger CDU hat ganze sechs Bewerber für den Stadtrat gefunden . Ganz anders sieht es bei den übrigen Parteien aus: Bei ihren Anhängern scheint das Interesse an der Kommunalpolitik weit größer zu sein.

Sollten die Christdemokraten mehr Stimmen als Kandidaten haben, würden diese Sitze leer bleiben, der Rat sich faktisch verkleinern. Das bedeutet auch, dass weniger Ratsmitglieder die Arbeit bewältigen müssen, weniger Expertise zu einzelnen Fachgebieten vorhanden ist.

Über die Folgen der Bewerberflaute bei der CDU hat sich auch Nazih Musharbash von der SPD Gedanken gemacht, nicht aus parteipolitischem Kalkül, wie er versichert, sondern mit Blick auf den Bürgerwillen und die Arbeitsfähigkeit des Stadtrates.

Gegen eine Verkleinerung des Rates

„Es wäre jammerschade, wenn mehrere Ratssitze vakant blieben und dadurch interessierte Bewerber nicht in den Rat gewählt würden“, findet Musharbash. Der Wähler habe es nun in der Hand, aktiv gegenzusteuern. „Für eine erfolgreiche Arbeit des Stadtrats wäre es wichtig, die 24 zur Verfügung stehenden Ratssitze auch zu besetzen.“

Und da seien vor allem die CDU-Wähler gefragt. Sie sollten nach Ansicht Musharbashs daran denken, mit ihren drei Stimmen auch gute Bewerber außerhalb der Partei zu wählen, um die Sitze komplett und bunt zu füllen.