Kontrapunkt gesetzt Weihnachtskonzert am Gymnasium Bad Iburg

Von Stefan Buchholz

Mit vielen Stimmen und Instrumenten präsentierten Schüler des Iburger Gymnasiums ihr Weihnachtskonzert. Foto: Stefan BuchholzMit vielen Stimmen und Instrumenten präsentierten Schüler des Iburger Gymnasiums ihr Weihnachtskonzert. Foto: Stefan Buchholz

Bad Iburg. In die Weihnachtszeit stimmte das Iburger Gymnasium ein: Gut 100 Schüler boten vokal und instrumental einen Mix bekannter und bislang weniger bekannter Lieder an.

„Nach den vielen Klausuren und Arbeiten wollen wir einen Kontrapunkt setzen, um das Jahr würdig ausklingen zu lassen“, führte Lehrerin Barbara Tiemann in das traditionelle Weihnachtskonzert ein.

Den Auftakt machte die mittlerweile auf 16 Schüler angewachsene Bläsersektion. Sie firmieren unter dem Namen „Blasebälger“ und präsentierten etwa mit Saxofonen, Trompeten und Klarinetten zunächst ein kaum weihnachtlich anmutendes Stück: das Thema aus dem Film „Jurassic Park“. Mit dem bekannten, aus Böhmen stammenden Weihnachtslied „Kommet, Ihr Hirten“ schlossen die Musiker der sechsten bis achten Jahrgangsstufe ihren Programmteil ab.

Rückblick: Weihnachtsmusik in der Jakobuskirche – Stimmungsvolles Konzert des Bad Iburger Gymnasiums 2016

Mehr Musik durch G9

Musik machen ist am Iburger Gymnasium wieder angesagt, erwähnte Musiklehrerin Uta Laukötter im Vorfeld des Konzertes. Der nachlassende Lerndruck durch die erneute Einführung der 13. Klasse verschaffe den Jugendlichen einfach mehr Zeit. Das merke man an den steigenden Schülerzahlen in den Musik-AGs am Nachmittag. „Das dient letztlich auch den Schülern, da Musik machen Stärken wie Konzentrationsfähigkeit und Teamgeist ausbaut“, so Uta Laukötter. Vom Zulauf profitierten beispielsweise die Chöre, zu denen sich mittlerweile auch Jungen anmeldeten.

Drei weniger bekannte Weihnachtslieder hatte Andreas Fuhren mit der Chor-AG der fünften bis siebten Klassen sowie dem Elternchor einüben lassen. Der Musiklehrer wählte „Come, see the child“, „Tollite hostias“ – beide Stücke sangen Kinder und Erwachsene zusammen – sowie nur für den Elternchor „Veni, veni Emmanuel“ aus. Beim letzteren Stück, einem ersten Höhepunkt des Weihnachtskonzertes, begleitete der Musikreferendar Dennis Weh den Elternchor auf dem Flügel.

Weiterlesen: Können unter Beweis gestellt – Begeisterndes Sommerkonzert des Gymnasiums Bad Iburg

Sogar Ehemalige im Chor

Ungewöhnlichen Zulauf bekommt der Schulchor „Hakuna Cantata“ sogar von Ehemaligen. Drei Schülerinnen aus den letzten Abiturjahrgängen singen wegen des „großen Spaßes“ mit, wie etwa Annemarie Schulte bekannte. Zusammen mit der „Band“ des Leitungskurses Musik hatte der Chor unter der vitalen Leitung von Petra Schulke beispielsweise „Winter Wonderland“ gleich in zwei Versionen eingeübt.

Weiterlesen: Auf den Spuren der Geschichte – Heimschullehrer als „Kronzeuge“ der Bad Iburger Schulgeschichte

Sehr gut eingespielt präsentierte Barbara Tiemann das über 20-köpfige Schulorchester. Mit „Gabriel’s Oboe“ aus der Feder von Filmmusik-Titan Ennio Morricone ebnete das Orchester den Weg hin zu Bachs „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Spätestens mit diesem Stück barocker Klangkunst darf die Weihnachtszeit als begonnen verkündet werden. Die Freude darüber war auch im vokal und instrumental großartig vorgetragenen „A Vaughan Williams Christmas“ zu spüren, dass Orchester und alle Chöre anstimmten.