Thomas-Morus-Schüler lernen im Freien Waldschule für Landesgartenschau Iburg gebaut

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Schrauben Sitzgelegenheiten für die Waldschule zusammen, die für die LaGa und die Zeit danach gebraucht werden: Leonie, Paul, Jo-Ann und Aliyah von der Osnabrücker Thomas-Morus-Schüler (u. v. l). Foto: Stefan BuchholzSchrauben Sitzgelegenheiten für die Waldschule zusammen, die für die LaGa und die Zeit danach gebraucht werden: Leonie, Paul, Jo-Ann und Aliyah von der Osnabrücker Thomas-Morus-Schüler (u. v. l). Foto: Stefan Buchholz

Bad Iburg. Schüler der Osnabrücker Thomas-Morus-Schule haben auf dem Gelände der Landesgartenschau 2018 eine Waldschule gebaut. In mehreren Stunden Arbeit errichteten sie ein „Klassenzimmer“ und pflanzten Sträucher zur Abgrenzung.

„Im Prinzip ist das hier wie ein Baukasten“, sagte Paul. Er ist einer von zehn Schülern der Thomas-Morus-Schule. Baukasten bedeutet, dass die Schüler sich die passenden Holzteile zusammensuchen müssen. Das ist nicht so schwer, denn die Teile sind vorab nummeriert worden. Kniffliger ist das Zusammenschrauben der niemals ganz geraden Robinienstämme. „Die Nummer zwei ist am schwierigsten, weil man solange fummeln muss, bis die Schraube passt“, weiß Paul mittlerweile.

Raus aus der Klasse

Ihre Wahl, den Wahlpflichtkurs „Bio-Garten“ oder „Jugend forscht“ zu nehmen, hat den zehn Schülern einige Stunde außerhalb der Klassenzimmer beschert. Froh sind sie ebenfalls, etwas Praktisches zu machen. Mit jeder Drehung der Schraub-Knarre verfestigt sich dieser Eindruck bei ihnen. Mehr aus Bad Iburg im Netz

Auch bei Lehrer Markus Huß. „Ich muss die Schüler nicht antreiben. Sie machen viel von sich aus“, hat der Lehrer für die naturwissenschaftlichen Fächer beobachtet. Und einen doppelten Vorteil gibt es für den Pädagogen und seine Schüler. Zum einen schaffen sie mit den überdachten Sitzgelegenheiten und Heckenpflanzungen etwas, das noch nach der Landesgartenschau Bestand haben soll. Der zweite Vorteil ist der Nachhaltigkeitswert des Unterrichts im Freien, wie Markus Huß findet: „Ich habe Gelegenheit, die Schüler mal von einer anderen Seite kennenzulernen.“ Fähigkeiten, die im Unterricht im Klassenverband nicht sichtbar werden, zeigen sich für Huß plötzlich bei der praktischen Arbeit im Team. „Das ist hilfreich, weil wir gerade Profile der Schüler für die Berufsvorbereitung erstellen.“

Hecke

Die Mithilfe der Schule hatte Horst Wieting vom Waldpädagogikzentrum angefragt. Der Förster und Experte für alles, was im Wald gedeiht, kreucht und fleucht, formulierte als Projektbeschreibung: Aufbau von drei überdachten Sitzgelegenheiten, die als Waldschule gedacht sind. Halbkreisförmig soll noch eine Hecke aus Hasel, Hainbuche und Feldahorn die Schule unter freiem Himmel noch eine Hecke aus Hasel, Hainbuch und Feldahorn. „Während der Landesgartenschau soll es nämlich zweimal in der Woche hier waldpädagogische Angebote geben“, so Wieting.

Und weil die Landesgartenschau-Planer in Sachen Effektivität punkten wollen, ist vorgesehen, die Waldschule auch über den Oktober 2018 hinaus anderen Gruppen zur Verfügung zu stellen. Deshalb hat Wietings Kollege, der Forstwirtschaftsmeister und Motorsägenkünstler Hubert Krogmann, mit der Robine auch besonders widerstandsfähiges Holz für die überdachten Sitzgelegenheiten ausgewählt. Von ihm stammte die Idee, alle Hölzer im Baukastenprinzip so zu nummerieren, wie es der Aufbau erfordert.


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