Essen als Event Ausbildung zum Koch in Bad Iburg: Klassiker im Wandel

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Bad Iburg. Nachdem das Restaurant „Pfeffer & Minze“ im letzten Jahr seine Eröffnung auf dem Festland – Kulturhof Bad Iburg feierte, gehen Geschäftsführer Ryan Stephens und Küchenmeisterin Claudia Huster den nächsten Schritt: Sie bilden aus. Neben Hotel- und Restaurantfachleuten lernen im „Pfeffer & Minze“ dann auch Köche ihren Beruf, der nicht mehr nur in der Küche zu Hause ist.

Ab 2018 will der Kulturhof Festland die ersten Auszubildenden begrüßen. „Ich möchte dem Nachwuchs eine Zukunft geben“, erklärt Geschäftsführer Ryan Stephens seine Motivation, fortan Köche, Restaurant- und Hotelfachleute auszubilden. „Gerade der Koch ist in unserer Branche ein aussterbender Beruf und ich sehe mich in der Verantwortung, dem entgegenzuwirken.“ Das „Pfeffer & Minze“ sei in der glücklichen Situation, dank vieler Kontakte personell gut aufgestellt zu sein, aber Stephens hat von befreundeten Betrieben erfahren, wie schwer es sein kann, Fachkräfte zu bekommen – auch das ein Anlass für ihn, fortan auszubilden. „Früher hieß es ‚Geh in die große Welt‘, heute bildet man auch aus, um die Leute an den Betrieb zu binden“, sagt er.

Steter Wandel

Küchenmeisterin Claudia Huster kann sich noch gut an ihre Anfänge als Köchin erinnern. Zuhause hat sie schon immer gerne Essen zubereitet, aber erst ein Praktikum konnte sie dafür gewinnen, das Kochen zum Beruf zu machen: „Das hat mein Schicksal besiegelt“, erzählt sie lachend. Was ihr an ihrer Arbeit besonders gut gefällt, ist die Abwechslung: „Jeder Tag ist etwas Neues.“ Auch die Küche an sich entwickelt sich nicht zuletzt durch neue technische Möglichkeiten ständig weiter: „Man lernt nie aus, der Endstand ist nie erreicht“, meint Huster. Wer sich für den Beruf interessiert, sollte sich vor allem fürs Essen begeistern. Außerdem braucht es Kreativität, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit: „Man muss das mit Herzblut machen“, meint Huster. Mehr aus Bad Iburg im Netz

Aber nicht nur die Küche, auch die Ausbildung verändert sich. Stephens zumindest möchte es anders machen als während seiner Ausbildung zum Hotelfachmann: „Ich wurde eher als Mitarbeiter eingestellt, vermittelt worden ist mir nichts.“ Der Geschäftsführer möchte die Lehrinhalte sachgerecht weitergeben, auf eine menschliche, lockere Art und nicht so aggressiv, wie es zu seiner Zeit üblich war. Und nicht nur das: Da Stephens auch Eventmanager und Mediendesigner ist, werden die Auszubildenden nicht nur im Restaurant arbeiten: „Wir werden Exkurse machen, damit sie andere Bereiche kennenlernen.“ Auch den Gästen werden die zukünftigen Köche nicht verborgen bleiben. So plant Stephens unter anderem, dass die Köche selbst angebautes Gemüse per „Showcooking“ vor den Besuchern zubereiten.

Viel Verantwortung

Stephens ist überzeugt, Auszubildende zu finden, die im „Pfeffer & Minze“ traditionelle deutsche Küche neu interpretieren möchten. Tatsächlich ist einer von zwei Koch-Ausbildungsplätzen schon besetzt. Küchenmeisterin Huster kann die Arbeit in einem jungen Restaurant mit einem jungen Team nur empfehlen: „Man hat viel Verantwortung, kann aber auch sehr frei arbeiten, das gibt es nicht überall.“

Freie Ausbildungsstellen finden sich unter jobs.landkreis-osnabrueck.de oder auf der „Azubis werben Azubis“-Messe (Infos: ilek-sol.eu).


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