Neue Show „Filou“ im Gasthaus Tovar Kabarettist Jörg Knör begeistert Publikum in Glane

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Bad Iburg. Das ganze Bühnenbild passte zwar nicht auf die kleine Bühne. Trotzdem: Der Comedian Jörg Knör begann seine neue Tournee mit seiner aktuellen Show „Filou“ in Glane. Und der große Saal des Gasthaus Tovar war gut gefüllt.

Das Bühnenbild zeigte unter anderem mittig ein Bild der Kirche Sacré Coeur auf dem Montmatre in Paris. Die kleine, auf die Bühne führende Treppe schien damit direkt ins Quartier Latin der französischen Hauptstadt zu führen.

Reaktionen des Publikums testen

Der Komiker und Parodist hat immer eine Idee, wie er den Anfang einer Show gestalten und die Reaktionen seines Publikums testen kann. Rudi Carrell habe ihm mal gesagt, es sei wichtig, fleißig zu sein und sich nicht auf den sicher geglaubten Lorbeeren auszuruhen. Dann würde es gut werden. „Es“ - das sei das Leben als Entertainer und die Shows selbst. „Man erntet jeden Tag“, sagte Knör ernsthaft. Früher sei er wie ein Tsunami im Fernsehen hochgejubelt worden und wäre noch ein Anfänger gewesen. Heute toure er durch die kleineren Städte und Bühnen, freue sich darauf gerade die skeptischen Zuschauer für sich zu gewinnen. „Ein guter Abend lässt alles vergessen. Wenn ein Mensch mir sagt, dass es toll war, dann hält die Euphorie noch lange nach,“ lachte Knör und man merkte ihm an, dass er es ernst meinte.

Flirt mit dem Publikum

Der Flirt mit dem Publikum – er ist ihm im Gasthaus Tovar geglückt. Knör betrat singend die Bühne und nahm erstmal die Iburger auf die Schippe, denn die wüssten schon heute, was ihnen nächstes Jahr blühen würde. Eine Landesgartenschau sei wie ein Friedhof ohne Gräber und die Bürgermeisterin Annete Niermann sei ja auch total grün. Damit hatte Knör die Lacher auf seiner Seite. Das Publikum ging mit. Auch als er dann Martin Schulz mit „der tut nichts, der ist total ungefährlich und will nur lieb sein“ aufs Korn nahm.

Zwischendurch sang Knör und imitierte dabei passend die Stimme der jeweiligen Interpreten. Zeichnete einmal auf der Staffelei ein Konterfei von Charles Aznavour. „Will das jemand haben?“, rief er in den Saal. Eine Dame aus Ostenfelde streckte sogleich einen Arm nach oben und bejahte lauthals. Der Saal bebte und sie erhielt einen „echten“, signierten Knör.

„Der Stil von Knör ist genial. Weil der alles kann: zeichnen, singen, imitieren, tanzen und dabei ist der so herrlich direkt,“ brachte eine Seniorin ihre Vorliebe für den Entertainer auf den Punkt.

200 Karten im Vorverkauf

„Wir haben 200 Karten verkauft und schätzen die gute Auftrittsmöglichkeit bei Tovar, wobei die Anforderungen der Künstler an eine Bühne ausschlaggebend für den Ort sind,“ teilte Organisatorin Marion Marxs, stellvertretende Leiterin der Touristinformation Bad Iburg, sachlich mit. Seit es das Kurhaus nicht mehr gebe, arbeitet die Touristinformation mit der lokalen Gastronomie zusammen.


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