Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat stimmen zu Der Bad Iburger Baumwipfelpfad ist beschlossene Sache

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Ortstermin im Waldkurpark: Laga-Geschäftsführerin Ursula Stecker (links) und Pressesprecherin Imma Schmidt studieren die Baupläne des 500 Meter langen, barrierefreien Baumwipfelpfades. Foto: David EbenerOrtstermin im Waldkurpark: Laga-Geschäftsführerin Ursula Stecker (links) und Pressesprecherin Imma Schmidt studieren die Baupläne des 500 Meter langen, barrierefreien Baumwipfelpfades. Foto: David Ebener

Bad Iburg. Nach der Fördermittelzusage aus Hannover haben jetzt die Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat der Laga-Durchführungsgesellschaft auch formal dem Bau eines Baumwipfelpfades beschlossen. Von den Kosten in Höhe von rund 4,7 Millionen Euro werden zwei Millionen Euro über EU-Fördermittel und 2,7 Millionen Euro über Kredit finanziert.

Am Mittwochabend stimmten Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung den Plänen, im Landesgartenschaugelände einen Baumwipfelpfad zu bauen, mit großer Mehrheit zu. „Ich bin sehr dankbar für Unterstützung und Vertrauen und vor allem für den Mut, den die Laga-Gremien hier beweisen“, freute sich Geschäftsführerin Ursula Stecker über die Beschlüsse. „Wir haben damit eine zusätzliche Hauptattraktion in unserer Laga und was fast noch wichtiger ist, langfristig für Bad Iburg, die hervorragend in das Profil dieser Stadt, dieses Kneipp-Kurortes, passt – quasi Waldbaden in der dritten Dimension.“

„Freue mich auf den ersten Spaziergang dort oben“

„Ich bin begeistert von dem, was sich seit der Entscheidung ‚pro Laga‘ in Bad Iburg bewegt und unendlich dankbar für die Unterstützung des Landes, des Landkreises Osnabrück, des Rates der Stadt und des Fördervereins sowie all jener, die sich mit Rat und Tat einbringen – und nun also noch ein Baumwipfelpfad…“, erklärte auch Bürgermeisterin Annette Niermann als Vorsitzende des Aufsichtsrates. „Das ist einfach großartig und ich freue mich schon jetzt auf den ersten Spaziergang dort oben.“ ( Weiterlesen: Was das Eichhörnchen sieht: Der Iburger Baumwipfelpfad)

„Angesichts der Vielzahl von Burgen und Schlössern im Osnabrücker Land - auch entlang der Höhenzüge - mag mancher sich fragen, was einen Baumwipfelpfad genau an dieser Stelle in Bad Iburg am Südhang des Teutoburger Waldes zu einem einzigartigen Ereignis macht“, so Stecker. Ihre Antwort:„Nun, Bischof Benno II hat seinerzeit die Felsbrocken aus dem Wald holen lassen, in dem nun – 1000 Jahre später - der Baumwipfelpfad in die Höhen führen soll, die ein einmaliges Erlebnis versprechen.“

Infos über Natur, Geologie und Geschichte

Der Wipfelpfad soll Informationen über Natur, Geologie, Geschichte und Waldpersönlichkeit bieten. Doch die nun beschlossene Laga-Attraktion soll mehr als Freizeitvergnügen und Infotainment bieten, betont Stecker.„Es ist das Ensemble, das die Besonderheit und Einmaligkeit bringt: das Gegenüber von Schloss und Wald mit Wipfelpfad, das Miteinander von ländlicher Stadtkultur und moderner Gesundheitswirtschaft, der Schlossrundgang wie der Waldspaziergang in der dritten Dimension und die unmittelbare räumliche Nähe von, Schloss, Altstadt, Wald und Wipfelpfad in einer absolut einmaligen Kombination.“ Ursula Stecker schließt: „Ich bin heute Abend sehr, sehr froh – jetzt kann die Arbeit an einem einmaligen Projekt beginnen.“ ( Weiterlesen: Der Bad Iburger Baumwipfelpfad kann kommen)

Neu gestaltet

Die um den geplanten Standort liegenden Waldbereiche werden für die Landesgartenschau 2018 teilweise neu gestaltet und sollen darüber hinaus als ‚Waldkurpark‘ dauerhaft weiter für die stadtnahe Erholung genutzt werden. Zwischen den Niedersächsischen Landesforsten und der Stadt Bad Iburg wird dafür ein langfristiger Nutzungsvertrag abgeschlossen.

Der hohe Anteil alter Laubbäume prägt den Charakter der ausgewählten Bestände. Einige Nadelholzinseln, ebenfalls mit starken Einzelbäumen, bringen zusätzlich Abwechslung in das Waldbild. Aufgrund des hohen Alters haben auch die Bäume im ‚Waldkurpark‘ einen besonderen Naturschutzwert. Allein durch den Höhlenreichtum bieten sie Lebensraum für fünf Fledermausarten. Der Wipfelpfad soll aber auch eine besonders attraktive, neue Aussicht auf das Schloss Iburg bieten: Durch den Pfad eröffne sich neben dem Naturerlebnis mit der besonderen Perspektive aus und in den Baumkronen ein ganz außergewöhnlicher Blick auf dieses imposante Bauwerk, betonen die Laga-Macher. ( Weiterlesen: Laga Bad Iburg: Landschaftsarchitekt stellt Daueranlagen vor)


Daten, Zahlen, Fakten Baumwipfelpfad Bad Iburg

Länge: 439 m

Höhen: 10 -28 m

Höhe Einstiegsturm: ca. 32 m

Höhe Abstiegsturm: ca. 11 m

Ausführung: Stahlstützen holzverkleidet

Kartierte Bäume: 630

Inszenierung von Baumarten: (in Arten) Kirsche, Buche, Eiche, Tanne, Ahorn, Esche, Fichte, Kiefer

Einige der Bäume im Umfeld des Wipfelpfades sind bis zu 250 Jahre alt und haben bis zu 1100 mm Durchmesser

Kosten: ca. 4,7 Millionen brutto, davon 2 Millionen EU-Förderung und 2,7 Mio. kreditfinanziert

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