Laga mit Schlossblick 4. Bürgerforum enthüllte Details der Gartenschau

Von Frank Muscheid

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Bad Iburg. Die Landesgartenschau wird großartig und braucht die Bad Iburger – so die Botschaft des 4. Bürgerforums am Mittwoch in der Realschulaula zur Laga 2018. Auch Bürgerbedenken wurden laut, etwa, ob es der Stadt bis April 2018 gelinge, innerstädtischen Leerstand zu beseitigen.

„Der neue Zauber entsteht“ war die Präsentation überschrieben. Hinter dem Zauber steht ein enger Zeitplan. Ursula Stecker, Geschäftsführerin der Durchführungsgesellschaft, erklärte, ihr Team sei weiter um Elisabeth Harting für Ausstellungen, um Christel Ostendorf im Sekretariat, um Kai Schönberger für das Marketing und Patrick Schulz für die Durchführung von Projekten gewachsen.

Ausschreibungen laufen an

Marion Bunten erläuterte für die Stadt, wie die 3,5 Millionen Euro in Philipp-Sigismund-Allee, Charlottenseepark mit neuer barrierefreier Wegeführung samt Stauden und Beten, „Schlossblick“-Balkon an der Fußgängerbrücke und Kneipp-Liege investiert werden. Der Stellplatz am Kreisel soll laut derzeitigem Entwurf erneuert und gegenüber an der Philipp-Sigismund-Allee um einen Busparkplatz ergänzt werden. Am untersten See des Waldkurparks entstehen ein Waldpanoramasteg sowie ein Waldspielplatz. Die Blütenterrassen staffeln sich bis zum Jagdschlösschen. Die Angebote für den Charlottenseepark würden derzeit geprüft, mit den Baumaßnahmen solle Ende Mai begonnen werden. Alle weiteren Ausschreibungen folgten in den kommenden Monaten. Entwickelt werde zudem die Tegelwiese als nicht eingezäunter Bereich, so Ursula Stecker. Geplant sei ein Kneipp-Wanderweg über Terra.vita und eine Renaturierung des Kohlbachs beim Freibad mit Unterhaltungsverband 96 „Hase-Bever“ und Naturschutzstiftung.

Keine „Hintertür“

Nur zwei Eingänge soll es für die umzäunten Bereiche Charlottenseepark und Waldkurpark geben, so Kai Schönberger: „Wir möchten nicht, dass die Besucher über die Hintertür ins Gelände kommen, sondern ein Porträt inszenieren.“ Am Haupteingang Waldkurpark erwarteten sie Gärtnermarkt, Infostände, See und Terrasse. Auf der Grünfläche gegenüber der Dörenbergklinik werde das Zelt für mehr als ein Dutzend Blumenschauen stehen, daran schließen sich die Themengärten der Fachverbände an. „Wir sind eine kompakte Gartenschau, aber wir haben auf 500 Meter Luftlinie die Hightlights mit Schloss, Charlottensee, Blütenterrassen und Waldkurpark.“ Dort gebe es „Themen-Lichtungen“. Die Laga sei identitätsstiftend: „Sie sind Gastgeber. Füllen Sie diese Gartenschau mit Leben!“ Das sollen auch rund 1500 Veranstaltungen mit mehr als 30.000 Aktiven und etlichen Landesverbänden an Bord, wie Volker Schwarz vom Veranstaltungsmanagement ankündigte. Geplant seien etwa die Landesmeisterschaften der Floristen oder Koch-Shows. „Gartenschauen sind nicht nur Leistungsschau der Grünen Branche, sondern auch Schaufenster. Wir sind 2018 die einzige Landesveranstaltung dieser Größenordnung.“

Ist Leerstand noch zu füllen?

Sie glaube wegen eines noch ausstehenden Konzepts nicht, dass der Leerstand bis 2018 beseitigt sei, gab eine Bad Iburgerin zu bedenken. Der Leerstand werde identifiziert, kommuniziert, es würden Interessenten akquiriert, so Stadtmarketing-Leiterin Anna-Magdalena Bilski. Das Konzept stehe nicht „von heute auf morgen, aber ich glaube, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.“ „Bad Iburg macht sich“, stellte sie das Begleitprojekt zur Laga vor, das positive Entwicklungen auf allen Kanälen kommuniziere – mit dem Ziel, „dass neue Geschäfte in der Innenstadt geöffnet werden“ und um das „Wir“ zu stärken: „Ich hoffe, dass Sie dabei sind.“

Förderverein plant Pomarium

Bad Iburg macht mal eine Pause von Online-Käufen – das wünschte sich Matthias Partetzke, Vorsitzender des Laga-Fördervereins, zugunsten der Einzelhändler. Der Verein habe unter anderem einen Kreisel bepflanzt und erarbeite spannende Konzepte fürs Stadtbild – künstlerisch gestaltete Baupflöcke etwa. Mit Tausenden selbstgestalteten „Kunst-Pflöcken“ könnten die Bürger das Stadtbild beleben und ein weiteres Laga-Signal setzen, schlug er vor – neben dem Beitritt zum Förderverein. Geplant sei auch, eine Großschaukel zur Laga beizutragen. Vorstandsmitglied Rainer Klewin stellte das geplante Pomarium vor – eine Apfelbaumallee, die sich bis zum Knotengarten hinaufziehen soll. Für noch etwa 100 Bäume würden Sponsoren und zugleich Paten gesucht, 250 Euro soll eine Patenschaft kosten. Fünfzig zu fünfzig stünden indes gerade die Chancen, dass der Baumwipfelpfad im Waldkurpark realisiert wird, so Ursula Stecker. Was wäre die Alternative, wenn er fehle, „denn ich glaube, eine Laga braucht ein Leuchtturmprojekt“, fragte eine Bürgerin. Stecker: „Auch ohne wird Bad Iburg eine tolle Landesgartenschau machen“, denn die sei an sich ein Leuchturmprojekt. Mehr aus Bad Iburg im Netz


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