Legale Strecken am Dörenberg? Downhill-Biker für legale Pisten in Region Osnabrück

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Bad Iburg. Der professionelle Downhill-Fahrer Max Märker aus Bad Iburg ist Geschäftsführer einer Getränkefirma, die die Biker unterstützt. Der 18-Jährige will sich im Gespräch mit Förstern und dem Landkreis für die Legalisierung von Pisten im Dörenberg einsetzen, um den Sport sicherer zu machen.

Warum fahren Sie illegal mit dem Downhill-Bike am Dörenberg abseits der Wege?

Ich finde, der Dörenberg und Downhill gehören zusammen. Die Gegebenheiten sind dafür einfach zu gut. Es ist verständlich, wenn die Förster sich darüber aufregen, aber es ist besser als wenn Jugendliche irgendwo am PC abhängen. Das ist die Natur. Das tut den Leuten gut und ist ein geregeltes Hobby. Im Wald fühlen wir uns glücklich.

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Die Waldbauern und Förster sind darüber nicht so glücklich, weil Natur geschädigt wird, die Tiere in der nun beginnenden Brut- und Setzzeit gestört werden und sie Angst haben, bei einem Unfall in Haftung genommen zu werden. Warum fahren Sie trotzdem?

Wir achten während der Brutzeit darauf, dass wir auf den Pisten fahren, die wir uns bereits am Dörenberg geschaffen haben. Außerdem würden wir uns ja darüber freuen, wenn wir auf legalen Pisten fahren könnten, um die Tiere nicht durch neue Wege unnötig zu stören. Da es diese aber bislang leider nicht gibt, mussten wir uns bislang immer unsere eigenen Wege schaffen. Wir würden uns da mehr Kooperationsbereitschaft wünschen. Dann würde sich da sicherlich auch eine Lösung finden.

Am Südhang des Dörenbergs gibt es sehr steile Pisten, die teilweise sogar noch zur Sicherung eines ehemaligen Steinbruchs mit Stacheldraht versehen sind. Glauben Sie, dass das Downhill-Fahren durch legale Pisten sicherer würde?

Wenn wir uns mit den Förstern auf legale Pisten geeinigt hätten, dann hätten wir natürlich auch Verständnis für die Sperrung so gefährlicher Pisten. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir uns auf legale Pisten einigen könnten. Natürlich würden diese Pisten dadurch auch sicherer. Es macht doch auch viel mehr Spaß, wenn wir unsere Strecken, wo wir ständig etwas verändern und coole Hindernisse bauen könnten. Auch diese Hindernisse würden natürlich sicherer, wenn wir sie professioneller und legal bauen könnten. Ich glaube auch, dass dadurch viele andere Downhill-Biker angelockt würden, die bislang noch auf andere illegalen Pisten in der Region ausweichen. Natürlich bergen diese legalen Downhill-Pisten auch ein ganz neues Tourismus-Potenzial.

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Der Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Landkreis Osnabrück, Hartmut Escher, und verschiedene Förster zeigen durchaus Gesprächsbereitschaft. Ihnen fehlt nur ein Ansprechpartner der Downhill-Biker, der mit ihnen über Konzepte für solche legalen Pisten sprechen könnte. Wären Sie bereit, als Interessenvertreter der Downhill-Biker über Konzepte zu sprechen und auch mögliche Betreiber solcher Pisten anzusprechen?

Ich bin als Downhill-Fahrer und Geschäftsführer einer Getränkefirma, die auch mit Downhill-Fahrern wirbt, ohnehin bekannt. Da würde sich das natürlich auch anbieten und ich würde gerne, vielleicht auch zusammen mit einigen anderen Downhillern solche Gespräche führen. Es freut uns, dass diese Gesprächsbereitschaft gibt. Bislang hatten wir nicht diesen Eindruck.

Wäre das Modell Bikepark Piesberg, das mit dem TuS Bramsche eine Lösung gefunden hat, die Biker über eine Mitgliedschaft in dem Verein zu versichern, ein Vorbild für sie für einen Bikepark am Dörenberg?

Selbstverständlich. Es wäre eine Lösung, einen Verein wie den TuS Bramsche für ein solches Projekt zu gewinnen oder es wäre eine Möglichkeit, einen eigenen Verein zu gründen. Ich bin fest überzeugt davon, dass das gut ankommen würde und dass der Dörenberg so auch touristisch besser genutzt werden könnte. Meine Getränkefirma „Evo Drinks“ würde das Projekt sicherlich auch finanziell unterstützen. Erst muss ohnehin besprochen werden, welche Strecken für eine Legalisierung infrage kommen und wie die Rahmenbedingungen für ein solches Projekt aussehen. Ich bin sehr offen dafür, mit Herrn Escher und den Förstern über solche legalen Strecken zu sprechen. Ein entsprechendes Gesprächsangebot würde mich da sehr freuen. Ich glaube auch, dass ambitionierte Downhill-Sportler aus unserer Region von solchen Bedingungen profitieren würden.

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