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Zum 40. ein neues Gesicht Bad Iburg: Schöner Wassertreten am Freden

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<em>Der volle Kneipp-Genuss</em> in neuem Ambiente: Werner Behrenswerth und Drago Jurak bei der Eröffnung der Wassertretstelle. Foto: Horst TroizaDer volle Kneipp-Genuss in neuem Ambiente: Werner Behrenswerth und Drago Jurak bei der Eröffnung der Wassertretstelle. Foto: Horst Troiza

Bad Iburg. Die Wassertretstelle unterhalb des Fredens in Bad Iburg war sichtlich in Jahre gekommen und hat nun auf Initiative des Heideclubs ein neues Gesicht erhalten. Am Wochenende krempelten der Clubvorsitzende Werner Behrenswerth und Bürgermeister Drago Jurak als Erste die Hosenbeine hoch und zogen eine Runde durch das Becken.

Fast auf den Tag genau war die Wassertretstelle vor 40 Jahren am 29. Juni 1973 eröffnet worden. Verantwortlich für die Kneipp-Einrichtung damals war ebendieser Heideclub, von dem auch jetzt die Initiative ausging, das „gute Stück“ wieder auf Vordermann zu bringen. Aus Vereinsmitteln war solch ein Projekt allerdings nicht zu stemmen, weshalb in Gesprächen mit der Verwaltung der Umfang der Arbeiten und die Finanzierung abgesprochen werden mussten.

Das, worauf sich beide geeinigt haben, konnte am Wochenende zum ersten Mal in seiner ganzen Pracht begutachtet werden. Das 300 Quadratmeter große Gelände ist ein richtiges Schmuckstück geworden. Das Becken selbst wurde vom Fachbetrieb Ulrich Wolf mit Granitplatten ausgelegt, ebenso die äußere Einfassung. Edelstahlhandläufe und -geländer sorgen zusammen mit dem Naturstein für modernen Schick. Wie zuvor auch wird das Becken von einer Quelle des Hagenbergs gespeist.

Nach Angaben von Thomas Wiemann, verantwortlich für die landschaftsbaulichen Arbeiten, ist das Gelände um einen halben Meter angehoben worden. Damit soll der Versandung des Beckens begegnet werden, die in der Vergangenheit immer wieder zu beobachten gewesen war. Neu sind die Baumelbank und eine Natursteinwand im Hintergrund des Geländes, ebenso wurden der Gehweg und die Bepflanzung erneuert. In den nächsten Tagen werden noch Fahrradbügel eingesetzt.

Zur Eröffnung hatten sich gut 100 Bürger eingefunden. Behrenswerth berichtete in seiner kurzen Rede über den knapp zwei Jahre dauernden Vorbereitungsprozess, die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung, die die Material- und Handwerkerkosten übernahm, sowie die Suche nach Sponsoren für das knapp über 30000 Euro teure Projekt. Auch hatte sich die Realisierung wegen des langen Winters um knapp vier Wochen verzögert. „Wer dieses Gelände hier am Anfang des Fredens kennt, weiß auch, dass hier solch eine Anlage hinmuss“, erklärte Behrenswerth und fügte an, es werde sicherlich zu einem Anziehungspunkt für die Landesgartenschau 2018 werden, um deren Ausrichtung sich die Stadt bemüht.

Bürgermeister Drago Jurak war voll des Lobes. „Für gewöhnlich übertragen wir ja nicht einem Verein die Verantwortung für ein solches Vorhaben, aber hier ist das etwas anderes gewesen“, spielte er auf die Gründung der Wassertretstelle durch den Heideclub an. Das Projekt sei zuverlässig, kompetent und korrekt durchgeführt worden und könne als „Paradebeispiel für die Zusammenarbeit der öffentlichen Hand und eines Vereins“ gelten.


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