685000 Euro-Investition Bad Iburger Bischof-Benno-Straße: Anlieger durften mitreden

Die Bischof-Benno-Straße in bester Ortskernlage kommt wieder in Schuss. Archivfoto: Horst TroizaDie Bischof-Benno-Straße in bester Ortskernlage kommt wieder in Schuss. Archivfoto: Horst Troiza

Bad Iburg. Der Name hat Renommee, die inneren Werte aber passen so gar nicht zum illustren Klang. Das soll sich ändern. Nach dem Ausbau für knapp 700000 Euro werden Optik und Untergrund der Bischof-Benno-Straße dem berühmten Namensgeber wieder gerecht.

In zwei Anliegerversammlungen haben Stadt, Planer und Anwohner gemeinsam entwickelt, wie die Straße gestaltet werden kann. „Den Großteil der Wünsche konnten wir erfüllen“, berichtete Planer Friedhelm Hune im Stadtentwicklungsausschuss, der das Konzept einstimmig billigte.

Von der Bundesstraße wird die Bischof-Benno-Straße durch zwei Poller getrennt, die für Rettungs- und Müllwagen wegklappbar sind. In diesem südlichen Teil wird die nur sechs Meter breite Straße rechts und links im Wechsel durch dunkelgrau abgesetzte Parkplätze umrahmt. Die übrige Pflasterung ist durchgängig saharabeige und passt sich damit dem Charlottenburger Ring an.

Im nördlichen Abschnitt ist ein ein Meter breiter Bürgersteige geplant, der sich mit einem Rundbord von der Straße absetzt. Auch hier werden versetzt Parkplätze platziert.

„Gefährlichster Punkt ist die Kreuzung“, merkte Hune an. Hier soll eine Aufpflasterung mit sechs Zentimeter hohen Simssteinen die Autos abbremsen.

Kanäle aus den 50er Jahren

Die Straßenbeleuchtung wird erneuert, ebenso die Kanäle, die es besonders nötig haben. Sie stammen noch aus den 50er Jahren und sind völlig marode. Die Wasserleitungen sind dafür mit ihren 20 Jahren noch fast neu. Für Strom- und Gasleitungen seien die Netzbetreiber verantwortlich, so Bauamtsleiter Reinhard Fühner.

Die Kosten von 685000 Euro lassen sich in die eigentlichen Straßenbaukosten von 320000 Euro sowie im Eigenbetrieb Abwasserwerk von 180000 Euro für Regenwasserleitungen und 185000 Euro für Schmutzwasserleitungen aufschlüsseln. Als Einnahmen kann die Stadt 170000 Euro aus Anliegerbeiträgen verbuchen.

„Endlich bekommt die Straße mit dem renommierten Namen eine Aufwertung“, freute sich Nazih Musharbash (SPD). Darauf hätten die Anlieger lange gewartet. Daniel Schneider von den Grünen erkundigte sich nach den Extra-Kosten für die gelben Pflastersteine. Sie schlügen mit dreu Euro mehr pro Quadratmeter zu Buche, so Fühner.


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