Pralles Programm zum Iburger Advent Lucia Chöre, Minnesang und Feuerzauber rund um das Schloß


Bad Iburg. Glühweinduft und Schwaden von allerlei gebruzzelten und gebackenen Leckereien umwehten die alten Gemäuer des Schlosses auf der Iburg. Traditionell am ersten Adventswochenende stimmt der Iburger Advent seine Bürger und die vielen Gäste auf die vorweihnachtliche Zeit ein. Mit seiner ganz besonderen Atmosphäre gilt der historische Markt im Südkreis als einer der attraktivsten in der Region.

Zahlreiche Kunsthandwerker- und Verkaufsstände, Bratwurst-, Bier- und Glühweinbuden sowie andere Verköstigungen säumten das Areal rund um das Schloss und erstreckten sich bis in dessen verwinkelten Innenhöfe. Für einen Adventsmarkt eigentlich nichts Besonderes. Darin unterscheidet er sich auch kaum von denen andernorts . Was aber macht den Iburger Advent dennoch so besonders?

Lucia-Prozession vom Rathaus zum Schloss

Es ist nicht das stilvolle Ambiente mit Schloss und Klotzbahn der Iburg allein, was ihm seinen einmaligen Glanz verleiht. Vielmehr ist es auch das pralle und zugleich abwechslungsreiche Programm, das ihn so unvergleichlich macht.

Der Auftakt des Iburger Advents war am Freitagabend dem vorweihnachtlichen Chorkonzert in der St. Jakobuskirche in Glane vorbehalten, mittlerweile beliebte Tradition. Am Samstagnachmittag eröffneten Iburger Grundschul- und Kindergartenkinder mit Bürgermeisterin Annette Niermann den Programmreigen mit einer Lucia-Prozession vom Rathaus zum Schloss und traditionellen schwedischen Weihnachtsliedern.

In Skandinavien wird das Luciafest besonders feierlich begangen und fällt jeweils auf den 13. Dezember, Gedenktag der heiligen Lucia. Sie trägt dafür ein weißes Gewand sowie ein rotes Band um die Taille geschlungen und einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf. So wird im Brauchtum unserer nördlichen Nachbarn gleichsam die „Wiederkehr des Lichts“ im Jahreszeitenkreislauf gefeiert.

Seit Wochen hätten die Kinder dafür geübt, wie zu erfahren war. Die Mädchen verkleideten sich entsprechend wie kleine Engel, während die Jungen als typisch skandinavische Trolle daher kamen. Damit hatte das diesjährige Themenjahr „Schweden-Finnland“ im Kurort einen weiteren Höhepunkt.

Anschließend wurden die Gewinner des Luftballonwettbewerbs zum Glaner Markt mit einer Preisverleihung durch die Bürgermeisterin beglückt. Ebenfalls traditionell hieß der Adventsmarkt die Besucher auch in diesem Jahr wiederum mit seinem mittelalterlichen Charme willkommen. Neben dem unverzichtbaren Glühwein, Lebkuchengebäck und Lichterglanz gab es an allen Ecken Musik und Gaukler an verschiedenen Plätzen.

Feuershow als spektakulärer Abschluss

Gleich drei Musikensembles waren mit den Spielleuten „Basseltan“, „Sonor Teutonicus“ und „Satolstelamanderfanz“ aufgeboten. Und die versetzten die Besucher mit mittelalterlicher Musik und ebensolchen Instrumenten sowie nicht immer ganz ernst gemeinten ironischen Texten nahezu authentisch in längst vergangene Epochen. Spektakulärer Abschluss des ersten Tages war die Feuershow mit den „Burning Knights“ auf der Klotzbahn unterhalb des Schlosses.

Sowohl für die kleinen wie auch die großen, die jungen und die älteren Besucher bot der Adventsmarkt an beiden Tagen eine beliebte Mischung aus Veranstaltungen, Kunsthandwerk und Leckereien sowie vorweihnachtlichen Spaß und Unterhaltung, aber auch besinnliche Momente in den beiden Schlosskirchen. Schlossmuseum und Rittersaal waren zudem an beiden Tagen interessierten Besuchern geöffnet.


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