Kommentar zur WBG Pflichtaufgabe: Wer R sagt, muss auch A sagen

Balkon mit Blick auf den Charlottenpark: Eine Vision des Büros A24 Landschaft für die Gartenschau in zwei Jahren. Grafik: A24 LandschaftBalkon mit Blick auf den Charlottenpark: Eine Vision des Büros A24 Landschaft für die Gartenschau in zwei Jahren. Grafik: A24 Landschaft

Bad Iburg. Die Wählergemeinschaft wollte gewählt werden – und sie wurde gewählt. Glückwunsch! Und Respekt für die Bereitschaft, sich in der Freizeit mit so prickelnden Themen wie Abwassergebühren und Schlaglöchern zu beschäftigen. Dazu gehört die – Achtung, Lehrer-Jargon – aktive Mitarbeit im Rat. Aber eben auch die im Aufsichtsrat. Denn wer Rat sagt, muss auch Aufsichtsrat sagen.

Alles andere fördert Vermutungen, die weder der WBG noch der Laga förderlich sind. Denn gewollt haben die drei WBGler die Gartenschau nicht. Das haben sie ehrlich bekannt. Aber: Sie haben versprochen, alles dafür zu tun, dass die Laga ein Erfolg wird. Nun sollten sie den Sachverstand, den die Drei zweifellos haben, dem Mammutprojekt auch großzügig zuteil werden lassen.

Ein Nein zum Aufsichtsrat hat kein zartes Geschmäckle, sondern einen bitteren Beigeschmack, schwingt doch automatisch die Vermutung mit: Wir wollten die Landesgartenschau nicht. Also wollen wir auch nicht daran mitwirken – denn vielleicht wird sie ja auch ein Desaster. An dem wir dann nicht beteiligt sind.

Verantwortung tragen aber muss die WBG, so oder so. Schon am Donnerstag, wenn die Vorentwurfsplanung für die Laga im Rat vorgestellt wird.

Ihre Chance, der Gartenschau zum Gelingen zu verhelfen, darf die WBG nicht leichtfertig verschenken. Zumal der frei werdende Sitz der CDU zufiele, in der auch nicht jeder ein Laga-Fan ist, die aber ihre Pflicht – und eine solche ist es – erfüllt.


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