Bürgerforum: Homepage ist online „Ach komm, kneipp cool“: Frische Ideen für die Laga


Bad Iburg. Unterhaltsam, informativ, bunt: Wenn die Landesgartenschau in anderthalb Jahren so wird wie das dritte Bürgerforum, muss sich Bad Iburg keine Sorgen ums Gelingen machen. Das Laga-Team verstand es, Vorfreude zu wecken.

Erste Neuigkeit: Die Homepage der Landesgartenschau ist online. Die Titelseite lockt mit lila Blütenpracht und Countdown: Am Donnerstag sind es noch 516 Tage bis zur Eröffnung der Gartenschau mit ihrem Dreiklang aus „Walderleben und Waldbaden“, Charlottenpark und Tegelwiese.

Neuigkeit Nummer zwei: Ab ersten Advent gibt es vergünstigte Dauerkarten: Vom 26. November bis 31. Januar kostet die Dauerkarte für Erwachsene 80 Euro. Die für die ganze Familie, also Eltern mit einer beliebigen Anzahl eigener Kinder bis einschließlich 17 Jahre, ist für 160 Euro im Stadthaus und in der Laga-Geschäftsstelle erhältlich.

Wie ein Quellbach

Mit dem Motto „Kneipp cool“, das Gerd Bentrup vom Förderverein mal flapsig in den Raum warf, will Bad Iburg die scheinbar angestaubte, aber ewig moderne Philosophie von Gevatter Kneipp „unterschwellig diffundierend wie ein Quellbach“, wie es Pressesprecherin Imma Schmidt formulierte, in die Köpfe und nah an die Körper von Bürgern und Besuchern bringen. So soll auch die Rezertifizierung des Heilbades 2020 flüssig gelingen.

Eine Hauptrolle spielen dabei die Iburger selbst, die sich mit ihrer Laga identifizieren und sie mit Leben füllen sollen: „Wir möchten eine Bürgerbewegung in Gang bringen. Sie sollen unseren Kneipp-Kurort toll finden, Kneipp im Alltag nutzen und eine Welle lostreten“, forderte Schmidt die gut 150 Bürgerforum-Besucher auf. Dazu soll auch der Slogan zum Laga-Logo beitragen. Er animiert: „ Tauch ein “. Tauch ein in Bad Iburg, wenn Du über den Dörenberg kommst, tauch ein ins Wasser, tauch ein in die Laga.

„Was Gutes zu essen“

Dass einem Gartenschau-Manager Entertainer-Qualitäten nicht schaden, bewies Christian Wandscher, der als Geschäftsführer des „Parks der Gärten“ von den Bad Zwischenahner Laga-Erfahrungen berichtete. Praxis-Tipps aus erster Hand, die den Iburgern manches Licht aufgehen ließen. Das Wichtigste: „Zeigen Sie das, was die Leute erwarten: Blumen!“ Ebenfalls wichtig: Saubere Toiletten und „was Gutes zu essen“. Klingt logisch. Und scheint ein Erfolgsrezept zu sein, denn aus der Zwischenahner Laga von 2002 mit 982000 Besuchern wurde der Dauerbrenner „Park der Gärten“.

„Aber egal ob sie die angepeilte Besucherzahl erreichen oder ein wenig darunter liegen: Sie machen Ihren Ort nachhaltig bekannt. Ein Jahr lang gibt es in Niedersachsen keine größere Veranstaltung als Ihre Laga.“ Zwischenahn habe sich 2002 über mehr als 4000 Presseartikel freuen können und 1500 Veranstaltungen angeboten.

Keine Automaten

Wandscher plädierte gegen Eingangsautomaten und für Mitarbeiter, die die Gäste begrüßen und Fragen beantworten können. Ein Tourist-Info-Stand auf der Laga sei unverzichtbar. Wandschers letzter Tipp brachte viele zum Lachen, manche wohl auch in Selbsterkenntnis: „Achten Sie auf akkurat gestochene Rasenkanten. Sie sind für ganz viele ein Indiz für Wertigkeit.“

Neue Mitarbeiter in der Laga-Geschäftsstelle stellte Geschäftsführerin Ursula Stecker vor. Frisch dabei sind Veranstaltungsexperte Volker Schwarz und Maria Anna Schröder, die „freundliche Stimme am Telefon“. Schwarz ist seit der Bundesgartenschau 2001 in Potsdam kontinuierlich im Gartenschau-Geschäft aktiv.

Schon bekannt ist Mitarbeiterin Rosalotta , im Laga-Team auch gerne „unser Lottchen“ genannt, die kokett und fröhlich unter ihrem bunten Blumenhut in wasserblauen Stiefeln durch die Realschule stapfte und Kuschelfreudige auch gerne umarmte.

Weg mit dem Schlamm

Neue Details zur Planung wollte Bürgermeisterin Annette Niermann im Bürgerforum noch nicht vorstellen, um der Ratssitzung am Donnerstag nicht vorzugreifen. Was auf jeden Fall ansteht, ist die Befreiung der Waldkurparkseen von Schlamm. Außerhalb des eingezäunten Laga-Geländes soll die Tegelwiese zur Attraktion werden: „Über Wanderwege sprechen wir gerade mit dem Landkreis, Terravita und der Bundesstiftung Umwelt.“

Der zentrale Parkplatz soll am Jägerhof entstehen. „Dort gibt es eine große, ebene Fläche, die sich sehr gut eignet“, berichtete Niermann. Sie sei auch von der Innenstadt und vom Laga-Gelände gut zu Fuß erreichbar. Drei Eingänge soll es für den eingezäunten Bereich der Landesgartenschau geben, in dem übrigens kein einziges Haus liegt, einen am Kneipperlebnispark, einen weiteren am Holperdorper Kreisel und den dritten am Jägerhof.


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