Auf den Spuren von Donald Trump Bad Iburgerin berichtet auf SAT.1 über US-Wahl

Von Wolfgang Elbers

Eins der Interviews, die „Akte“-Reporterin Theresa Eicker zu Donald Trump geführt hat: das Gespräch mit Pulitzer-Preisträger David Cay Johnston, der mit „Die Akte Trump“ einen Bestseller gelandet hat. Foto: Meta productionsEins der Interviews, die „Akte“-Reporterin Theresa Eicker zu Donald Trump geführt hat: das Gespräch mit Pulitzer-Preisträger David Cay Johnston, der mit „Die Akte Trump“ einen Bestseller gelandet hat. Foto: Meta productions

Bad Iburg. Den US-Wahlkampf um das Weiße Haus hat die aus Bad Iburg stammende TV-Reporterin Theresa Eicker hautnah verfolgt: Die 29-Jährige hat für die SAT.1-Sendung „Akte 20.16“ die Reportage „Donald Trump – eine Spurensuche“ gedreht, die Dienstagabend ab 22.10 Uhr zur Einstimmung auf die Wahlnacht zu sehen ist.

Der Endspurt um die Wählergunst ist auch für 29-jährige Journalisten noch einmal richtig stressig gewesen. Seit Anfang vergangener Woche ist sie wieder in Deutschland und hat bis Montagabend größtenteils in 12-Stunden-Tagen die 33-minütige Dokumentation fertiggestellt: „Da ist bei den Recherchen vor Ort einiges an Material zusammen gekommen, und bis zuletzt wird natürlich noch aktualisiert“, macht sie deutlich, dass der offene Wahlausgang notfalls bis kurz vor der Sendung immer wieder Updates erfordert.

Dienstagabend live in „Akte 20.16“

Ihr Beitrag zeigt den Aufstieg des Milliardärs vom belächelten Polit-Außenseiter zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten . Wie es Trumpf gelungen, dass er mit seinen Anti-Establishment-Positionen und einem im Hinblick auf Konkurrentin Hillary Clinton vor keiner Beleidigung zurückschreckenden Negativ-Wahlkampf Chancen auf einen Überraschungssieg hat, wird Dienstagabend ab 22.10 Uhr in dem 33-minütigen „Akte“-Beitrag herausgearbeitet.

Interview-Partner wie Pulitzer-Preisträger David Cay Johnston, dessen Buch „Die Akte Trump“ ganz oben auf der Bestsellerliste der New York Times steht und weltweit veröffentlicht wurde, geben Einblicke in die Persönlichkeit des Erfolgs-Businessmanns, der ein genialer Eigen-Vermarkter ist. Die Bad Iburgerin: „Es ist schon irgendwie beängstigend, dass jemand, der die Massen so negativ aufheizen kann, das Amt des mächtigsten Mannes der Welt erobern könnte.“

Trump selber hat sie in den mehr als vier Monaten, in denen sie in den USA über den Präsidentschafts-Kandidaten recherchiert hat, nicht persönlich getroffen, aber Wahlkampfauftritte miterlebt. „Der Film zeigt, welche Person hinter der Figur des sich über alle Regeln hinwegsetzenden Rüpel-Politikers steckt, bringt den Menschen und Geschäftsmann näher“, erklärt die heute in Berlin lebende Eicker, deren Vater bis Mitte 2014 Vorstand der in Hagen ansässigen TEN (Teutoburger Energie Netzwerk eG) war, zum Ansatz des „Akte“-Wahl-Spezials.

Eicker: Es ist alles möglich

Die USA-Chance ergab sich für sie zum Abschluss des im Frühjahr 2013 begonnenen Volontariats bei der TV-Produktionsfirma Meta productions, die zur Endemol-Gruppe zählt: „Ich habe zuvor als Trainee und Produktionsassistentin TV-Erfahrungen gesammelt und dann das Volontariat bekommen.“ Im Sommer hat sie den Außenkorrespondenten Steffen Schwarzkopf, der für SAT.1 und N24 aus Amerika berichtet, an Ost- und West-Küste bei der Arbeit unterstützt und eigene Beiträge gemacht – zum Beispiel aus Hollywood über die Trennung von Angelina Jolie und Brad Pitt.

Da jeweils dienstags der Sendetermin von Akte ist und die US-Wahl stets am Dienstag nach dem ersten Montag im November stattfindet, sei die Idee entstanden, ein Special zum 8. November zu produzieren. Für die TV-Journalistin „eine Super-Chance und eine richtig spannende Zeit“.

Wer in der Nacht von Dienstag und Mittwoch zum 45. Präsidenten gewählt wird, ist für die Bad Iburgerin völlig offen: „Die letzten Umfragen, die ja Clinton leicht in Führung sehen, sind da nicht wirklich aussagefähig. Es ist alles möglich.“

Hinsichtlich der Planungen des Privatsenders für den Mittwochmorgen nach der Entscheidung heißt das für Eicker: „Wenn Trump gewinnt, bin ich wahrscheinlich auch live im SAT.1-Frühstücksfernsehen im Einsatz. Falls Hillary gewählt wird, stehen wahrscheinlich andere Punkte im Mittelpunkt, und ich kann alles in Ruhe angehen.“ Bilder aus ihrer Reportage sind aber für die Sendung am Mittwochmorgen eingeplant.

Familienbesuch in Bad Iburg

Am kommenden Wochenende will sich Theresa Eicker erst mal richtig vom Stress der vergangenen Wochen erholen. Das erste Mal seit Ende Juli steht ein Besuch in der Heimat an: „Normalerweise bin ich alle zwei Monate in Bad Iburg, aber wegen der US-Wahl ist dieser Rhythmus etwas durcheinander gekommen.“, freut sie sich auf Familie und Freunde.


0 Kommentare