Papenbrock schließt sich FDP an Fast jeder für sich: Iburger Rat startet am Donnerstag

Zur konstituierenden Sitzung der vergangenen Wahlperiode vor fünf Jahren trafen sich die Ratsmitglieder ebenfalls im Rittersaal. Foto: Egmont SeilerZur konstituierenden Sitzung der vergangenen Wahlperiode vor fünf Jahren trafen sich die Ratsmitglieder ebenfalls im Rittersaal. Foto: Egmont Seiler

Bad Iburg. Das Ergebnis der Kommunalwahl ließ Bad Iburg erbeben. Die CDU verlor massiv an Stimmen, die FDP profitierte. Mit der Wählergemeinschaft Bad Iburg/Glane zog eine neue Gruppe in den Rat ein. Wie wird sich die Zusammenarbeit des Rates gestalten, der sich am Donnerstag um 18 Uhr im Rittersaal des Schlosses zu seiner konstituierenden Sitzung trifft?

Aktuell gibt es nur eine Gruppenbildung. Die Liberalen haben sich mit dem Einzelbewerber Matthias Papenbrock zusammengeschlossen. „Die SPD bleibt ganz für sich allein“, sagte Hans-Josef Geesen über die sechs gewählten SPD-Räte. Eine Gruppenbildung strebe man nicht an.

Auch die CDU wird als das gewählte Viererteam mit der Ratsarbeit beginnen . Eine Zusammenarbeit beispielsweise mit der WBG, deren drei in den Rat gewählte Vertreter eine große inhaltliche Nähe zur CDU haben, sei nicht geplant – aber für die Zukunft auch nicht ausgeschlossen, sagte Christian Averdiek auf Anfrage unserer Redaktion. „Wir wollen schauen, wie sich das Ganze entwickelt.“ Für die Zukunft könne er sich bei gemeinsamen Ideen Kooperationen vorstellen.

Mohrmann bleibt alleine

Roland Mohrmann, der für die UWG antrat und gewählt wurde, hat keinen Fraktionsstatus und darf deshalb nur als beratendes Mitglied an einem der Fachausschüsse teilnehmen, aber nicht am Verwaltungsausschuss. „Im Moment sieht es so aus, als wenn es dabei bleiben würde, dass ich alleine bleibe“, erklärte Mohrmann unserer Redaktion. Er sei aber noch in Gesprächen, in denen es auf die größtmögliche Schnittmenge der Interessen ankomme.

Mit den Grünen wird er keine Gruppe bilden können. Denn die Grünen-Stadträte treten erneut als Trio im Rat an. „Wir stehen für eine sachbezogene Zusammenarbeit“, sagte Daniel Schneider auf Anfrage.

Acht statt sechs Sitze im Verwaltungsausschuss

Spannend wird die Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse werden. Der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss soll zwei zusätzliche und damit acht Sitze erhalten, darüber muss der neue Rat in seiner ersten Sitzung beschließen. Vorgesehen sind dann Matthias Seestern-Pauly, Hans-Otto Petersmann und Matthias Papenbrock von der FDP-Gruppe, für die SPD Hans-Josef Geesen und Nazih Musharbash, für die CDU Christian Averdiek, Detlef Ziegelscheck von den Grünen und Bernhard Heringhaus von der WBG.

Die Fachausschüsse sollen jeweils mit neun Ratsmitgliedern besetzt werden. Daraus ergibt sich die Verteilung: FDP 3 Sitze, SPD und CDU jeweils zwei Sitze, Grüne und WBG je ein Sitz.

Offen ist, welche Stimmung den neuen Rat prägen wird. Nach den Querelen der vergangenen Wahlperiode hoffen die Iburger auf Besserung.


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