Gespräche mit potenziellen Investoren Bad Iburger Warmschwimmbad belastet Kulturbetrieb

Von Andrea Pärschke

Auf keinen grünen Zweig kommt Bad Iburg mit dem Warmschwimmbad. Zumindest noch nicht. Zurzeit laufen Gespräche mit möglichen Investoren. Foto: Jörn MartensAuf keinen grünen Zweig kommt Bad Iburg mit dem Warmschwimmbad. Zumindest noch nicht. Zurzeit laufen Gespräche mit möglichen Investoren. Foto: Jörn Martens

Bad Iburg. Das Warmschwimmbad und die Sauna sind teuer. Das ging aus dem Jahresbericht hervor, der dem Betriebsausschuss der Stadt Bad Iburg nun vorgestellt wurde. Mit potenziellen Investoren wird verhandelt. Denn das Warmschwimmbad bleibt wertvoll.

Unterm Strich steht unter dem Jahresabschluss 2015 für den Kur- und Grundstücksbetrieb ein Minus: 387938,02 Euro schlugen die Verluste zu Buche.

Wäre es besser das Warmschwimmbad dauerhaft zu schließen?

Grund für die momentane Schieflage ist vor allem das Warmschwimmbad und die Sauna, die 2015 noch von der Dörenberg Klinik betrieben wurden. Das wird laut Prognose des Wirtschaftsprüfers Sven Spreckelmeier von der Firma Intecon auch im laufenden Jahr so bleiben. Zumindest wenn ein Betreiber gefunden wird: „Sollte keiner gefunden werden, sinkt der Jahresfehlbetrag um etwa 100000 Euro.“

Denn ließe man alleine die Zahlen sprechen, wäre es zurzeit günstiger das außergewöhnliche Schwimmbad nicht wieder zu eröffnen. Dann fallen lediglich Abschreibungen und Gebäudekosten, wie etwa Grundsteuer, Versicherung und Grundenergiebedarf, an. Andernfalls kommen noch hohe Energiekosten und Personalkosten hinzu. Die Eintrittsgelder reichten bisher nicht aus.

Gespräche mit potenziellen Investoren

Abseits vom reinen Zahlenwerk ist das Warmschwimmbad wertvoll, vor allem aus therapeutischer und touristischer Sicht. Deshalb führt die Verwaltung weiterhin Gespräche mit potenziellen Investoren, das bestätigt Anne Christin Zurlutter, stellvertretende Bürgermeisterin, auf Nachfrage der Redaktion. Da es sich jedoch um eine Neukonzeptionierung handele, würden die Gespräche weiter Zeit in Anspruch nehmen.

Auch Mietobjekte nicht im Plus

Sorgenfalten verursacht jedoch nicht nur das Warmschwimmbad. Auch die Vermietung des Gesundheitszentrums und des Jagdschlösschens „decken die Kosten nicht nachhaltig“, so der Wirtschaftsprüfer weiter. So wurde zum Beispiel das Gesundheitszentrum mit etwa 81000 Euro unterstützt.

Grundstückverkauf läuft gut

Doch Sven Spreckelmeier hat auch gute Nachrichten im Gepäck. So ist der Bereich der Grundstückserschließung „2015 positiv“. Das Ergebnis: 126000 Euro Gewinn.


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