Ferien und Bauarbeiten Chaos auf den Südkreisstraßen: Engpässe B51 und A33

Stau am Harderberg: Durch die Sperrung der Autobahn 33 muss sich der Verkehr jetzt durch GMHütte quälen. Foto: Jörn MartensStau am Harderberg: Durch die Sperrung der Autobahn 33 muss sich der Verkehr jetzt durch GMHütte quälen. Foto: Jörn Martens

Bad Iburg/Hilter. Ferienzeit in Niedersachsen, NRW und vielen anderen Bundesländern. Das bedeutet für den Südkreis: Vier Kilometer Stau auf der einen Hauptstrecke, drei auf der anderen und gute 20 auf der dritten. Wer von Süden nach Osnabrück fahren will, braucht gerade Geduld und ein gutes Radioprogramm.

Denn im Moment kommt auf den Straßen einiges zusammen: Die Bundesstraße 51 in Bad Iburg ist immer noch Baustelle. Hier ist jetzt zwar nicht mehr die Straßenbaubehörde im Auftrag des Bundes mit Bagger und Teerkocher aktiv, dafür aber die Stadt, die zwischen Realschule und Gerhart-Hauptmann-Straße Kanäle und Leitungen direkt unter der Fahrbahn verlegt.

Die Straße ist deshalb nur noch einspurig. Folge: Am Montag staute sich der Verkehr vom Bad Iburger Bahnhof bis zum Charlottenburger Ring. „Ich bin ja noch froh, dass die Teerdecke schon mal fertig ist“, sagte Bürgermeisterin Annette Niermann auf Anfrage unserer Redaktion zu den Bauarbeiten. Nun werde das Sanierungsgebiet Bahnhof neu erschlossen.

Einspurig bis Ende 2017

Die aufwendigen Tiefbauarbeiten werden dauern: Genau gesagt, bis Ende kommenden Jahres. So lange müsse auch die Einspurigkeit bleiben.

Wer die Bad Iburger Autoschlangen geschickt umfahren wollte oder einem Schild in Glandorf glaubte, der wich über Bad Laer und Bad Rothenfelde auf die Autobahn 33 aus. Denn in Glandorf weist die Landesstraßenbaubehörde auf den Engpass in Bad Iburg hin und rät deshalb zum Rechtsabbiegen in Richtung Bad Laer.

Besser lief es dort allerdings auch nicht. Von Borgloh bis Harderberg und auf der Umleitungsstrecke schleppten sich kilometerlange Kolonnen, weil auch die Autobahn bis 17. August erneuert wird .

„Das Schild in Glandorf gehört jetzt weg“, kündigte Cord Lüesse am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion an. Dafür würde möglichst noch am Dienstag eines in Hilter mit einer Stauwarnung aufgestellt, so der Leiter der Osnabrücker Niederlassung des Straßenbauamtes. „Das ist in Verkehrsspitzenzeiten sinnvoll. So können die Fahrer frühzeitig abfahren, wenn sie es denn möchten.“

Fahrer nicht verwirren

Normalerweise aber sei es sinnvoll, Umleitungen erst so nah wie möglich vor dem Hindernis auszuschildern, um die Fahrer nicht zu verwirren. „Wir versuchen, unklare Gemengelagen zu vermeiden“, sagt Lüesse.

Er rät Autofahrern mit dem Ziel Osnabrück, in Hilter abzufahren und die Bundesstraße 68 über Hilter-Wellendorf zu nutzen. Diese Umleitung sei dauerhaft blau ausgeschildert. Ob es zusätzlich große gelbe Umleitungsschilder geben wird, wolle er mit der Verkehrsbehörde besprechen. „Und wer nur nach GMHütte möchte, kann ja bis Harderberg auf der Autobahn fahren.“

Dass es auf der A 33 am Montag so lange und dauerhafte Staus gab, sei nicht vorauszusehen gewesen. „Normalerweise ist hier nicht so viel Verkehr.“ Das Straßenbauamt beobachte die Situation aber permanent und reagiere entsprechend.

Urlauber, die über die Autobahn 1 von Münster in Richtung Osnabrück fahren wollten, trafen es übrigens noch schlechter: Sie zockelten im stockenden Verkehr von Münster-Nord bis zum Lotter Kreuz und darüber hinaus. Da war allerdings keine Baustelle die Ursache, sondern einfach der dichte Urlauber- und Berufsverkehr.


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