Zauber der Stadt sichtbar machen Berliner Büro plant Landesgartenschau in Bad Iburg

Von Stefanie Adomeit

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Balkon mit Blick aufs Schloss: Als Verlängerung der Fußgängerbrücke über die Bundesstraße bietet er eine besondere Perspektive. Grafik: A24 LandschaftBalkon mit Blick aufs Schloss: Als Verlängerung der Fußgängerbrücke über die Bundesstraße bietet er eine besondere Perspektive. Grafik: A24 Landschaft

pm/sta Bad Iburg. Die Auswahlkommission hat entschieden: Das Berliner Büro A24 Landschaft darf die Landesgartenschau in Bad Iburg planen. Es will Bad Iburg gekonnt in Szene setzen.

„Bad Iburg kann sich mit diesem Entwurf glücklich schätzen“, ist Jury-Mitglied und Landschaftsplaner Prof. Norbert Kloeters überzeugt. „Das Büro A24 setzt gekonnt in Szene, was die kleine Stadt am Teutoburger Wald an Schönem rund um das Schloss mit Charlottensee und Waldkurpark zu bieten hat, und löst ganz nebenbei elegant und zeitgemäß die städtebauliche Einbindung des Gesundheitszentrums und der Dörenbergklinik. Den ja vorhandenen Zauber Bad Iburgs in der Landschaft am Teutoburger Wald mit dem imposanten Schloss macht dieser Entwurf gut sichtbar.“

Lösung für städtebauliche Sorgenkinder

Der Bereich vor der Dörenbergklinik und der Weiterbau der Philipp-Sigismund-Allee seien in der Tat städtebauliche Sorgenkinder gewesen, für die A24 nun eine gute Idee und räumliche Lösungen geliefert habe, findet auch Annette Niermann, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Laga-Gesellschaft.

„Ich bin erleichtert und froh, dass wir, zumal im Konsens, jetzt eine städtebaulich und freiraumplanerisch nachhaltige und gleichzeitig behutsame, moderne Inwertsetzung des Waldkurparks ebenso bekommen wie attraktive Ergänzungen im Schlossumfeld und am Charlottensee. Besonders gut gefällt mir die Idee eines Balkons mit Blick auf das Schloss in Verlängerung der Fußgängerbrücke über die B51!“

Bad Iburg ist einzigartig

Über den Zuschlag freut sich natürlich auch der Kopf von A24, Steffan Robel: „Wir versuchen immer mit unseren Planungen, die Einzigartigkeit des jeweiligen Ortes sichtbar werden zu lassen. Und Bad Iburg ist einzigartig und besonders! Vorhandene Strukturen stärken und ergänzen wir – auch in Bad Iburg sind wir diesem planerischen Prinzip treu geblieben. So setzen wir die beiden Parks in Wert und steigern die Erlebbarkeit der räumlichen Qualitäten.“

Natürlich seien die Sichtbeziehungen zum Schloss eine wichtige Basis des Entwurfs, aber auch Kneippgärten als Themengärten, die Anbindung der Klinik entlang der Höhenkante und die Inszenierung der beiden Achsen mit den Teichen entlang der Ränder des Waldkurparks.

Naturnah und blütenreich

„Für ihn war bestimmend, seine zauberhafte und einzigartige Atmosphäre zu schärfen. In diesem Park braucht es nur wenige Klärungen und Ergänzungen , Richtung Holperdorfer Tal eher naturnah und Richtung Klinik blütenreicher. Auch bieten wir beispielsweise Loops unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades für Gesunde und Bewegungseingeschränkte an.“ Ein weiterer Akzent sei die Schlossmühle, wo man „aufräumen“ und „die Engstelle entzerren“ sowie „einen attraktiven Zugang zum Wasser“ schaffen wolle. Viel zu tun in kurzer Zeit, aber das Team freue sich auf die Herausforderung, so Steffan Robel.

„Nun haben wir endlich unser ‚Produkt‘, unsere Planung! Nun kann es richtig losgehen! Und es muss zügig losgehen. Ich bin sehr gespannt auf die Weiterentwicklung des Entwurfs und die Details, auf die Lösungen für die ‚Show‘, das Blütenfeuerwerk, die Inszenierung von attraktiven Orten, die uns ja auch die Besucher nach Bad Iburg bringen sollen“, erklärt Laga-Geschäftsführerin Ursula Stecker. „ Am 18. April 2018 werden wir eine tolle Landesgartenschau eröffnen , das steht jetzt fest!“


A24 Landschaft

Das Berliner Planungsbüro von Steffan Robel ist seit 2011 am Start. 20 Mitarbeiter entwerfen, steuern und bearbeiten zahlreiche, auch große Projekte, unter anderen Landesgartenschauen wie die von Schwäbisch Gmünd 2014, Landau 2015 und Eutin, die in diesem Jahr eröffnete.

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