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Kinder nehmen einenHit auf Osnabrücker Ferienkinder zu Besuch im Bad Iburger Tonstudio „Mühle der Freundschaft“

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Eine Band formten die Kinder, die Hardy Schwetter (links) und Heaven im Tonstudio Mühle der Freundschaft in Bad Iburg besuchten. Foto: Michael HehmannEine Band formten die Kinder, die Hardy Schwetter (links) und Heaven im Tonstudio Mühle der Freundschaft in Bad Iburg besuchten. Foto: Michael Hehmann

Osnabrück/Bad Iburg. Dass es gar nicht so einfach ist, einen Hit zu produzieren, erfuhren am Freitag fünf Kinder am eigenen Leib. Sie waren für einen Tag mit dem Haus der Jugend ins Tonstudio „Mühle der Freundschaft“ in Bad Iburg gefahren und nahmen dort das Lied „Wonderwall“ von Oasis auf.

Das Tonstudio „Mühle der Freundschaft“ liegt idyllisch an einer Mühle. Dort wurden sie von Heaven und Hardy Schwetter empfangen. Die beiden sind professionelle Musiker. Heaven ist Mitglied der Angefahrenen Schulkinder, und Hardy Schwetter bezaubert seine Fans als Schlagergott Christian Steiffen.

„Wir wollen wissen, wie ein Studio funktioniert“, erklärt Lacel (11) den Umstand ihres Besuchs. Ursprünglich hatten sich mehr Kinder zu der Ferienpass-Aktion angemeldet. Es waren aber nicht alle gekommen.

Diejenigen, die die Mühle der Freundschaft besucht haben, konnten zunächst die Instrumente begutachten und testen, die in dem Tonstudio für die Musiker bereitstehen. Vom Schlagzeug über E-Gitarren, einen Flügel und eine Tuba waren einige Instrumente dabei.

Alle Kinder haben schon Erfahrungen mit Musik gesammelt. Dianne (13) singt in einer Band, Lacel kann schon Gitarre und Schlagzeug spielen. Klar, dass die Mädchen und Jungen die Musikinstrumente nicht nur anschauen wollten. Sie wollten auch spielen.

Nach kurzer Diskussion einigten sich die jungen Musiker darauf, das Lied „Wonderwall“ von Oasis aufzunehmen. Dianne und Marie (12) übernahmen den Gesang, Lacel spielte Gitarre, Cord (8) und Kiara (10) saßen an den Schlagzeug-Sets. Heaven klimperte dazu noch an der Gitarre, und Hardy saß in einem separaten Raum am Mischpult.

Lacel kann „Wonderwall“ fehlerfrei auf der Gitarre spielen. Wenn er es anstimmte, klang es wie im Original. Die anderen kannten das Stück zum Teil nicht. Deswegen hörten sie es sich auf Youtube an und luden sich den Text und die Akkorde aus dem Internet. Während die Mädchen im Mischer-Raum den Gesang und den Text einstudierten, übte die Band den Ablauf des Songs.

Nach etwa einer Stunde wagten es die jungen Musiker, das Stück zusammen zu spielen. Es klang schon ganz gut, aber beim Text und beim Ablauf der Akkorde gab es noch einige Unsicherheiten. Bei den Sängerinnen fehlte wohl auch noch der Mut, auch mal falsch zu singen. Böse war deswegen keiner.

Nach einigen Durchläufen und Proben spielte und sang die Band dann „Wonderwall“ bis zum ersten Refrain. Hardy hatte die Musik mitgeschnitten, und die Musiker waren darauf gespannt, wie es klingt. Dianne und Marie wollten im Boden versinken, als sie ihre Stimmen aus den Lautsprechern hörten. „Können wir es noch mal machen?“, fragte Marie.

Sie konnten. Nach drei Versuchen war die Aufnahme im Kasten. Dianne und Marie waren zwar immer noch skeptisch, die Band aber war zufrieden mit ihrem Job.

Als Hardy fragte, wer die Aufnahme auf CD gebrannt haben wollte, zeigten alle Musiker bis auf die Sängerinnen auf. Einigkeit herrschte jedoch bei allen Kindern über die Beurteilung des Tags im Tonstudio: „Es war saugeil.“


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