Feierliche Schulentlassung Bad Iburger Abiturienten erhielten Zeugnisse

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Bad Iburg. Viele Eltern, Geschwister und Großeltern saßen zusammen mit den Abiturienten in der Aula des Gymnasiums Bad Iburg. Nach einem ökumenischen Gottesdienst waren sie erwartungsfroh auf die feierliche Verabschiedung der Schüler des Turbo-Abis G8.

Gut aufeinander eingestimmte Bläser einer der Schülerbands stimmten auf den Höhepunkt des Abends ein und lieferten auch zwischen den Grußworten immer wieder starke Töne. Das Gymnasium erfüllt die Zertifizierungen als Europaschule und unterstützt unter anderem auch den musikalischen Nachwuchs. So sang auch der Chor mit „I have a dream“ ein feines Intermezzo.

102 glückliche Augenpaare

„Herzlichen Dank an die Eltern, dass sie ihre Kinder der Schule zur Verfügung gestellt haben: Aus allen ist etwas geworden,“ lächelte Fritz Wellmann, Europakoordinator des Gymnasiums. Damit erntete er den ersten saalfüllenden Lacher des Abends. 102 glückliche Augenpaare würden heraufblicken. Alle, die zum Abitur antraten, haben es bestanden.

Die diesjährigen Abiturienten nannten sich „Circus Abigalli“ und verließen unter dem Motto „Die Clowns verlassen die Manege“ die Schule. Dieses Motto nahm die kommissarische Schulleiterin Christiane Schneider humorvoll auf: Es sei für viele aus diesem Jahrgang Programm gewesen. „Menschen lieben den Clown, weil er immer wieder aufsteht nach dem Stolpern und das innere Kind weckt,“ führte Schneider aus. Damit erntete sie den zweiten Applaus. Die Abiturienten seien acht Jahre am Gymnasium gewesen. Für die Eltern sei es eine irrsinnig kurze Zeit gewesen, für die Schüler ist die Zeit wohl sehr langsam verlaufen. Schneider nahm in ihre Rede Bezug auf „Momo“ von Michael Ende. Man müsse aufpassen, womit man seine Zeit verbringt, und lernen, selbstbestimmt mit ihr umzugehen. Niemand könne den Abiturienten abnehmen, für ihre Lebenszeit verantwortlich zu sein, und wie sie verbringen wollen. Für Eltern beginne nun eine schwierige Phase, denn die Nesthocker müssten raus dem „Hotel Eltern“. Am Besten weit weg, in fremde Kulturen und Länder ohne Handyverbindung, damit sie selbstständig werden mögen. Mehr aus Bad Iburg im Netz

Ehemalige werden gebraucht

„Ohne Sonnensegel im Schulhof hätte es nach den Prüfungen sicherlich posttraumatische Erlebnisse gegeben“, lachte ein Vertreter des Fördervereins bewusst flapsig. Er machte darauf aufmerksam, dass Ehemalige gebraucht werden, um die Schule weiterhin materiell unterstützen zu können.

Am Ende nahmen die Abiturienten ihre Zeugnisse entgegen. Jeder erhielt dazu eine symbolische Stundenblume in Form einer aufblühenden Rose. Wie die Kinderbuchfigur Momo sollten sie auf sich achten und daran denken, ob sie Trivialem oder Wesentlichem viel Zeit widmen würden.


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